Petersburg
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Petersburg |
| Autor(en): | Andrei Bely |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Insel Verlag |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1913 |
| Seitenanzahl: | 442 Seiten |
| Originaltitel: | Петербург |
| Originalsprache: | russisch |
| ISBN-10: | 3458330429 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783458330424 |
| Schlagwörter: | Sankt Petersburg, Revolution, Symbolismus, Vater und Sohn |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Petersburg ist der Roman von Andrei Bely, zuerst 1913/16 erschienen und später gekürzt. Er gilt als der große russische Beitrag zum Roman der Moderne.
Inhalt
In den Tagen der ersten russischen Revolution von 1905: Der Student Nikolai Apollonowitsch Ableuchow hat sich, halb aus Trotz, einer terroristischen Gruppe verpflichtet. Sie drängt ihn, ein Attentat auf einen hohen Würdenträger auszuführen – und dieser Würdenträger ist sein eigener Vater, der kalte, greise Senator Apollon Apollonowitsch.
Man schmuggelt Nikolai eine Bombe in einer Sardinenbüchse ins Haus, mit aufgezogenem Zeitzünder. Zwischen Angst, Aufschub und Verzweiflung tickt der Apparat durch die Stunden; Vater und Sohn, die Stadt selbst, die Nebel der Newa, die Reiterstatue Peters des Großen – alles gerät in einen fiebrigen Sog. Am Ende explodiert die Bombe, ohne den Vater zu töten; die Ordnung ist erschüttert, nicht gestürzt.
Einordnung
Bely hat die russische Prosa an die Grenze der Auflösung geführt: rhythmisierte, klanggetriebene Sätze, Wiederholungen, eine Syntax, die das Bewusstsein nachahmt. Die Stadt Peters des Großen wird zum Schauplatz eines geschichtlichen Zerfalls, die Bombe zum Sinnbild einer Zeit vor dem Umsturz. Nabokov zählte den Roman zu den größten des Jahrhunderts. Da der russische Text nicht in nachprüfbar gemeinfreier Fassung vorliegt, steht das Werk hier ohne wörtliches Zitat. Neben Joyce und Döblin ist Petersburg der Großstadtroman des russischen Symbolismus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 4.8, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
