Little Women

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Little Women
Autor(en): Louisa May Alcott
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Reclam
Serie:
Erscheinungsjahr: 1868
Seitenanzahl: 671 Seiten
Originaltitel: Little Women
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 315020738X
ISBN-13/

EAN-Code:

9783150207383
Schlagwörter: Schwestern, Bürgerkrieg, Schreiben, Familie
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Little Women von Louisa May Alcott erschien 1868, der zweite Teil 1869; zusammen erzählen sie das Aufwachsen der Schwestern March in Concord, Massachusetts, während der Vater als Feldgeistlicher im Sezessionskrieg fehlt. Alcott schrieb auf Verlangen des Verlegers ein Mädchenbuch und schmuggelte hinein, was sie selbst war: die schreibende Jo, die nicht zierlich sein will. In Deutschland lief der Stoff lange als Betty und ihre Schwestern oder unter anderen Vornamen; das Lemma hält den Originaltitel. Das Buch ist Familienroman, Erziehungsgeschichte und heimliche Autorschaftslehre. Es endet nicht, wo Mädchenbücher oft enden, nämlich bei der ersten Heirat, sondern bei Arbeit, Tod und dem Preis, den jede Schwester zahlt.

Inhalt

Meg, Jo, Beth und Amy leben mit der Mutter, Marmee, in bescheidenen Verhältnissen; der Vater ist im Feld. Weihnachten ohne Geschenke, Briefe, Nachbarschaft zum reichen Laurence-Haus, wo der Enkel Laurie Klavier spielt und Freundschaft sucht. Meg geht als Gouvernante, Jo liest der Tante March vor und schreibt Stücke für den Dachboden, Beth pflegt Puppen und Nachbarn, Amy zeichnet und will fein sein. Die Schwestern gründen einen Klub nach Pilgrim's Progress, streiten, verzeihen. Jo verkauft ihr Haar, als der Vater verwundet im Lazarett liegt und Marmee zu ihm fährt. Beth steckt sich bei einer armen Familie mit Scharlach an; sie überlebt diesmal, bleibt schwach.

Der zweite Teil führt die Schwestern auseinander. Meg heiratet John Brooke, den Hauslehrer, und lernt die Enge der kleinen Ehe. Amy fährt mit der Tante nach Europa, wird Künstlerin genug, um zu wissen, dass sie keine Große sein wird, und heiratet Laurie, den Jo aus Stolz und Unruhe abgewiesen hat. Jo schreibt Sensationelles fürs Geld, schämt sich, trifft in New York den deutschen Professor Friedrich Bhaer, der ihre Billigprosa tadelt und sie zur redlicheren Arbeit drängt. Beth stirbt langsam, im Kreis der Schwestern, ohne große Rede. Jo heiratet Bhaer, nicht Laurie; sie erbt das Haus der Tante und gründet eine Schule für Jungen. Der Vater kehrt zurück, die Familie bleibt das Maß, auch wo sie sich teilt.

Alcott gibt jeder Schwester ein Temperament und eine Strafe: Megs Eitelkeit, Jos Jähzorn, Beths Zurückhaltung, Amys Selbstsucht. Die Moral ist unitarisch, arbeitsam, gegen Hochmut. Zugleich lässt Jo den Satz stehen, sie wolle lieber ein junger Mann sein, und der Text bestraft das nicht mit Einsicht zur Sanftmut, sondern mit dem Umweg über das Schreiben. Laurie ist der Traum der Leserinnen, Bhaer die Entscheidung der Autorin. Der Krieg bleibt Hintergrund: Mangel, Lazarett, der abwesende Vater, nicht die Schlacht.

Einordnung

Alcott hat den Mädchenroman der Nachkriegszeit in den Vereinigten Staaten begründet und sogleich über ihn hinausgeschrieben. Die Fortsetzungen Little Men und Jo's Boys machen aus Jos Haus eine Pädagogik. Verfilmungen von George Cukor über Gillian Armstrong bis Greta Gerwig haben Jo ins Zentrum gerückt und die Frage, ob sie Laurie hätte nehmen sollen, jeweils neu beantwortet. Gerwig lässt Jo das Buch selbst verlegen; Alcott hatte das Geld und den Auftrag, nicht die freie Wahl des Stoffs.

Deutsche Reclam- und Anaconda-Ausgaben stellen den vollen Text neben die alten Mädchenbuchfassungen. Wer nur die Verfilmung kennt, kennt oft ein wärmeres Weihnachten. Der Roman ist härter bei Beths Sterben und bei Jos Zorn auf die Enge, die Marmee Güte nennt. Neben Jane Eyre steht hier kein Gouvernantenaufstieg, sondern ein Schwesternhaus, in dem Schreiben Arbeit ist und Heirat nicht für alle dasselbe bedeutet. Der Titel »kleine Frauen« war Vorgabe des Marktes; Alcott hat daraus große Ansprüche gemacht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.