Kein Land für alte Männer
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Kein Land für alte Männer |
| Autor(en): | Cormac McCarthy |
| Originaltitel: | No Country for Old Men |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2005 |
| Schlagwörter: | Texas, Jagd, Gewalt, Sheriff |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 284 Seiten |
| ISBN: | 9783499242885 |
| Verweise | |
Kein Land für alte Männer ist der 2005 erschienene Roman von Cormac McCarthy, deutsch 2008 in der Übersetzung von Nikolaus Stingl. Der Titel zitiert die erste Zeile von William Butler Yeats' Gedicht Sailing to Byzantium. Ein Mann findet in der texanischen Wüste Geld aus einem geplatzten Rauschgifthandel, ein Auftragskiller folgt ihm, ein alter Sheriff versteht die neue Gewalt nicht mehr. McCarthy hat den Wildwestroman auf die Fernstraßen der achtziger Jahre gelegt und die Sätze so knapp gehalten, dass sie schon ans Filmmanuskript grenzen. Der Roman erschien in Deutschland nach dem Film der Coen-Brüder, der ihm die Bilder vorwegnahm.
Inhalt
Der Vietnamveteran Llewelyn Moss jagt in der Wüste Westtexans und stößt auf Wagen, Tote, Heroin und einen Koffer mit 2,4 Millionen Dollar. Er nimmt das Geld. Nachts kehrt er zurück, um einem Sterbenden Wasser zu bringen, und gerät unter Beschuss. Der Auftragskiller Anton Chigurh wird auf ihn angesetzt: ein Mann mit Bolzenschussgerät, der Schlösser öffnet und Menschen tötet, als vollziehe er ein Gesetz, das nur er kennt. Manchmal lässt er eine Münze über Leben und Tod entscheiden. Sheriff Ed Tom Bell, älter, fromm und müde, ermittelt und weiß früh, dass er dieser Jagd nicht gewachsen ist. Zwischendurch spricht Bell in kursiven Kapiteln von einer Ordnung, die ihm abhandengekommen ist.
Moss schickt seine Frau Carla Jean zur Mutter und wechselt die Motels. Im Koffer steckt ein Sender; Chigurh findet ihn immer wieder. In einer Nacht kommt es zum Schusswechsel, beide werden verwundet. Moss wirft das Geld ins Niemandsland an der Grenze und lässt sich in Mexiko behandeln. Der Auftragskiller Carson Wells, selbst Vietnamveteran, bietet ihm Schutz gegen das Geld; Chigurh erschießt Wells im Hotel, bevor der Handel greift. Am Telefon droht Chigurh, Carla Jean zu töten, falls Moss das Geld nicht herausgibt. Moss lehnt ab und bestellt die Frau nach El Paso.
Auf dem Weg nimmt Moss eine junge Anhalterin mit, die er zur Heimfahrt überreden will. Im Motel erschießen Mexikaner ihn und das Mädchen, ehe Bell eintrifft. Chigurh holt das Geld aus dem Lüftungsschacht, bringt es den Auftraggebern und sucht Carla Jean auf, weil er es versprochen hat. Die Münze fällt gegen sie. Auf der Rückfahrt verunglückt Chigurh und verschwindet verletzt. Bell bleibt mit seinen Ermittlungen und seinen Monologen zurück: kein Sieg, keine Lehre, nur die Einsicht, dass das Land, das er hüten wollte, ihn nicht mehr braucht.
Einordnung
McCarthy hat den Dialog karg gehalten und die Landschaft zur Instanz gemacht: Wüste, Motel, Grenze. Chigurh ist keine psychologische Studie, sondern eine Figur des Vollzugs, näher am Schicksal als am Verbrechen. Bell, nicht Moss, ist die eigentliche Mitte: ein Mann, der Gerechtigkeit noch für eine Haltung hält und merkt, dass die neue Gewalt ohne diese Haltung auskommt. Der Roman steht neben Die Straße, ist aber diesseitiger, an Orte und Geld gebunden. Kritiker haben die Bell-Kapitel als Moralismus getadelt oder als das eigentliche Buch gelobt; der Film hat sie fast ganz weggelassen.
Joel und Ethan Coen verfilmten den Stoff 2007 mit Tommy Lee Jones, Josh Brolin und Javier Bardem; der Film gewann vier Oscars und hat in Deutschland das Erscheinen des Buches beschleunigt. Wer nur den Film kennt, kennt die Jagd und Chigurhs Münze, nicht Bells Stimme, die den Titel trägt. Yeats' Zeile meint das Alter, das in einer Welt ohne transzendente Ordnung nichts mehr ausrichten kann. McCarthy schreibt das ohne Trost und ohne die Geste, denselben Trost zu verweigern; er lässt Bell reden und Chigurh weiterfahren.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
