Autor:J. M. Coetzee

1940
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J. M. Coetzee (1940–), in Kapstadt geboren, hat dem Südafrika nach der Rassentrennung den kältesten Roman geschrieben. Schande schickt einen Literaturdozenten vom Hörsaal auf den Hof der Tochter, wo Gewalt und Land denselben Namen tragen. Der Nobelpreis von 2003 hat den zurückhaltenden Erzähler nicht gesprächiger gemacht.

Leben

John Maxwell Coetzee, englischsprachig in einem zweisprachigen Land, studierte Mathematik und Literatur, lehrte in Kapstadt, Texas und wieder am Kap. Der Umweg war diese Strenge: Er schreibt Englisch wie eine Prüfung, nicht wie eine Heimat, und verweigert das öffentliche Theater der Reue, das Schande selbst vorführt. Zwei Booker-Preise, der zweite für diesen Roman; 2002 ging er nach Adelaide und wurde australischer Staatsbürger, ohne das Land zu verleugnen, das seine Bücher gebaut hat.

Wirkung

Coetzee hat den Universitätsroman und den Hofroman in einem Zug beschädigt. David Lurie beruft sich auf Byron und auf die Begierde; das Land nach der Apartheid lässt beides nicht unschuldig. Gegen Nadine Gordimers ausdrücklichere Politik bleibt er enger an einer Stimme, die man nicht mögen soll. Die Kommissionssprache der Zerknirschung weist der Roman zurück, ohne die Tat zu entschuldigen.

In Südafrika war der Streit schärfer als der Weltpreis: ob Lucy das Land hingebe, ob der Hof die Nation sei. Die Verfilmung mit John Malkovich hat Gesichter geliefert, die der Prosa die Kälte nehmen. Wer nach ihm über Scham, Universität und Boden spricht, kommt an diesem Band nicht vorbei; wer ihn nur als Gleichnis liest, hat Lucy nicht gehört.

Werke

In Auswahl außerdem: Warten auf die Barbaren, Leben und Zeit des Michael K., Der Meister von Petersburg.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.