Ilios

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Ilios
Autor(en): Heinrich Schliemann
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Serie:
Erscheinungsjahr: 1881
Seitenanzahl: 880 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10:
ISBN-13/

EAN-Code:

Schlagwörter: Troja, Schacht, Gold, Homer
Sachgebiete: Sachbuch, Archäologie
Rezensionen


Ilios. Stadt und Land der Trojaner ist der 1881 erschienene Bericht von Heinrich Schliemann über die zweiten großen Grabungen auf dem Hügel Hisarlık. Homer wird zum Wegweiser, der Schacht zur Auskunft – und die Auskunft zerstört, was sie retten will.

Inhalt

Schliemann, Kaufmann, der reich geworden war und spät zur Ausgrabung kam, hatte 1871 bis 1873 auf Hisarlık gegraben und einen Schatz gehoben, den er den Schatz des Priamos nannte. Ilios ordnet die Kampagne von 1878/79 und stellt sie in eine Geschichte des Hügels. Schliemann unterscheidet mehrere Siedlungen übereinander, zählt Schichten, zeichnet Mauern, Gefäße, Schmuck, und behauptet, das homerische Troja gefunden zu haben. Rudolf Virchow schreibt ein Vorwort; Pläne und Holzschnitte machen aus dem Bericht ein Schaubuch des Jahrhunderts. Die Ilias ist nicht mehr nur Dichtung. Sie ist eine Landkarte, die man nachgraben kann.

Die Methode ist die eines Mannes, der Mittel hat und keine Zunft hinter sich. Schliemann treibt Schächte und Gräben durch den Hügel, um schnell auf die Tiefe zu kommen, die er für die von Homer hält. Spätere Ausgräber haben ihm vorgeworfen, er habe Schichten weggeräumt, die das gesuchte Troja gewesen sein könnten: Das Gold lag tiefer und früher, die Burg, die zur Ilias passt, lag höher. Der Bericht weiß davon noch nichts. Er erzählt Fund und Deutung in einem Atem, misst Abstände nach dem Epos, identifiziert das Skäische Tor, das Haus des Priamos, und macht aus der Begeisterung eine Wissenschaft, die noch keine Regeln hatte.

Das Buch ist dick, selbstgewiss, mit einer Autobiographie am Anfang, die den Kaufmann zum Entdecker stilisiert. Es hat Troja auf die Landkarte der Bildung gesetzt und die Archäologie populär gemacht, bevor sie zur Zunft wurde. Die Wahrheit der Schichten kam später, gegen Schliemann und mit ihm: Hisarlık ist Troja, nur nicht so, wie er es las. Homer bleibt der Anlass, nicht der Beweis.

Einordnung

Ohne Ilios wäre die Archäologie des östlichen Mittelmeers eine andere Öffentlichkeit geblieben. Das Buch steht am Beginn einer Wissenschaft und an deren Sündenregister: Zerstörung durch Eile, Deutung durch Wunsch, der Schatz als Trophäe. Die Fachwelt hat Schliemann lange als Dilettanten geführt und ihn nicht losgeworden, weil der Hügel trägt. Wer nach 1881 von Troja spricht, spricht von einem Ort, den ein Kaufmann mit Homer in der Hand aufgerissen hat – und von einem Bericht, der Fund und Märchen noch nicht zu trennen wusste.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.