Ich und Du

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Ich und Du
Autor(en): Martin Buber
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Serie:
Erscheinungsjahr: 1923
Seitenanzahl: 143 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3579025724
ISBN-13/

EAN-Code:

9783579025728
Schlagwörter: Beziehung, Du, Es, Dialog
Sachgebiete: Sachbuch, Religionswissenschaft
Rezensionen
Umschlag

Ich und Du ist die 1923 erschienene Schrift von Martin Buber. Der Mensch wird am Du zum Ich – oder er bleibt beim Es und hat die Welt, ohne ihr zu begegnen.

Inhalt

Buber stellt zwei Grundworte gegeneinander. Ich-Es ist die Haltung, in der Dinge, Menschen, Gott zum Gegenstand werden: man braucht sie, erklärt sie, verfügt. Ich-Du ist die Begegnung, in der der andere nicht aufgeht in Eigenschaften. Man spricht ihn an, und er antwortet, oder die Welt antwortet, ohne dass man sie besitzt. Die Beziehung ist gegenseitig, gegenwärtig, riskant. Sie dauert nicht als Zustand; sie geschieht und weicht wieder dem Es, ohne das niemand leben kann. Wer nur im Du bleiben wollte, verhungerte. Wer nur im Es bleibt, hat aufgehört, Person zu sein.

Gott ist bei Buber das ewige Du, das sich nicht zum Es machen lässt. Religion, die Gott beweist, verwaltet oder als Sache lehrt, hat ihn schon verloren. Gebet, Offenbarung, das Gespräch der chassidischen Frommen, die Buber sammelte: Alles zielt auf die Anrede, nicht auf das System. Zwischen Mensch und Mensch gilt dasselbe. Liebe, Erziehung, der Blick, der den anderen nicht feststellt – das sind Übungen des Du. Die moderne Welt, so Buber, hat das Es ins Ungeheure gesteigert: Technik, Wirtschaft, die versachlichte Gesellschaft. Das Du wird zur Episode.

Das Büchlein ist knapp, hymnisch, ohne Apparat. Es spricht in Sprüchen, nicht in Kapiteln einer Theorie. Wer es als Methode liest, verfehlt den Ton; wer es als Erbauung liest, verfehlt die Härte: dass die Beziehung nicht zu haben ist wie ein Gut. Buber schreibt nach dem Krieg, als Jude, als Zionist, als Leser der Bibel und des Chassidismus, gegen eine Theologie, die Gott feststellt, und gegen eine Soziologie, die den Menschen nur in Rollen kennt.

Einordnung

Kein religiöses Buch der zwanziger Jahre hat die Rede von Begegnung so geprägt. Die Dialogphilosophie, die Seelsorge, die Pädagogik haben es kanonisiert, oft zum sanften Du verdünnt. Hartmut Rosas Resonanz liest sich als späte, soziologische Fortsetzung: Weltbeziehung gegen stumme Verfügung. Die Kritik nennt Buber zu lyrisch, zu wenig politisch, das Du zu innig für eine Welt aus Institutionen. Geblieben ist die Unterscheidung, mit der sich sagen lässt, wann ein Mensch vorkommt und wann nur sein Nutzen. Wer nach 1923 von Dialog spricht, als wäre er eine Technik, spricht gegen Buber.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.