Hunger

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Hunger
Autor(en): Knut Hamsun
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Reclam
Serie: Reclams Universal-Bibliothek
Erscheinungsjahr: 1890
Seitenanzahl: 211 Seiten
Originaltitel: Sult
Originalsprache: norwegisch
ISBN-10: 3150207223
ISBN-13/

EAN-Code:

9783150207222
Schlagwörter: Großstadt, Bewusstseinsstrom, Armut, Moderne
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Hunger ist der 1890 erschienene erste Roman von Knut Hamsun. Er spielt in Kristiania – einer Stadt, schreibt Hamsun, die niemand verlässt, ehe sie ihn gezeichnet hat – und hat kaum einen anderen Gegenstand als einen Körper, der nicht aufgibt.

Inhalt

Ein junger Mann ohne Namen geht durch die Straßen, schreibt Zeitungsartikel, die niemand nimmt, versetzt seine Weste und hungert. Der Hunger ist keine Metapher und keine Anklage; er ist ein Zustand, der das Denken zerschneidet. Wachheit und Dämmern wechseln, Einfälle werden zu Befehlen, denen er gehorcht, und dazwischen steht ein Stolz, der jede Hilfe abweist. Lieber irrereden als sich ernähren lassen: Das ist die Moral dieses Elends, und sie macht es schlimmer.

Eine Frau taucht auf, die er Ylajali nennt. Die Begegnung könnte eine Handlung werden und wird zur Probe. Sie hält seine Überreiztheit für Wahnsinn; er versteht das als Urteil über sich und geht weiter. Vier Anläufe hat das Buch, vier Mal scheint der Rand erreicht – der Tod, der Irrsinn –, und vier Mal gibt es einen Aufschub: ein Honorar, ein Zufall, ein Stück Brot. Dazwischen das ziellose Laufen durch eine Stadt, deren Passanten wie Schatten wirken, und das besessene Schreiben, dessen Aussichtslosigkeit ihm kaum aufgeht.

Am Ende nimmt ihn ein russisches Schiff als Hilfsmatrosen mit. Die Rettung ist kein Lohn und keine Einsicht, nur ein Abgang. Gott kommt in den Sinn als jemand, der ihn zerstören will; die soziale Ursache des Hungers bleibt im Hintergrund. Was Hamsun vorführt, ist nicht das Elend der Klasse, sondern das Innere eines einzelnen, der noch wahrnimmt, während er verfällt – und der daraus eine Sprache macht, die der Handlung nicht mehr folgt, sondern den Impulsen.

Einordnung

Mit Hunger beginnt in Europa der Roman, der das Bewusstsein an die Stelle der Fabel setzt; ohne dieses Buch sind Joyce, Kafka und die Stadtromane des 20. Jahrhunderts schwer zu denken. 1920 erhielt Hamsun den Nobelpreis, vor allem für den späteren Segen der Erde. Im Alter kollaborierte er mit der deutschen Besatzung, schrieb nach Hitlers Tod einen Nachruf und wurde in Norwegen als Landesverräter vor Gericht gestellt und zu einer hohen Geldbuße verurteilt. Das gehört zur Biographie und nicht in den Roman von 1890. Den Text braucht man trotzdem; die Person rechtfertigt er nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.