Autor:Geoffrey de Ste. Croix

1910 2000
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Geoffrey de Ste. Croix (1910–2000), in Macau geboren und in Oxford gestorben, hat die griechische und römische Welt als Klassenverhältnis gelesen. Der Klassenkampf in der antiken griechischen Welt von 1981 will zeigen, dass Ausbeutung auch dort der Grund der Geschichte war, nicht ein modernes Missverständnis.

Leben

Hugenottische Familie im britischen China, nach dem frühen Tod des Vaters England, die Schule, dann der Anwaltsberuf. Der Umweg ist der Krieg in der britischen Luftwaffe und das späte Studium der Alten Geschichte bei A. H. M. Jones in London: Wer als Erwachsener zu den Quellen kam, las sie nicht als Schmuck der Klassiker, sondern als Zeugnis von Herren und Knechten. Ab 1953 lehrte er am New College in Oxford. Er starb dort, Atheist aus Widerspruch gegen eine fromme Kindheit.

Wirkung

Ste. Croix hat Klasse als gesellschaftlichen Ausdruck der Ausbeutung bestimmt und die Antike damit an Karl Marx angeschlossen, ohne sie in den Kapitalismus zu ziehen. Sklavenarbeit, abhängige Bauern, die Besitzenden, die den Überschuss nahmen: Die griechische Demokratie und der römische Fall werden als Folgen dieser Verhältnisse erzählt, nicht als Schauspiel großer Männer. Van Goghs Kartoffelesser stehen als Titelbild vor einer Zivilisation, die ihre Arbeiter verachtete.

Das Buch wurde zum Klassiker der marxistischen Altertumswissenschaft und zum Stein des Anstoßes für eine Schule, die mit Moses Finley Status und Markt höher gewichtete als Klasse. Man warf ihm vor, Begriffe des neunzehnten Jahrhunderts über die Polis zu stülpen; er antwortete mit Aristoteles und Thukydides, die den Streit der Reichen und Armen selbst kannten. Wer ihn nur als Parteigänger liest, unterschlägt die Quellenarbeit. Wer nur den Althistoriker rettet, unterschlägt, dass das Buch Partei nimmt für die Stimmlosen.

Werke

In Auswahl außerdem: The Origins of the Peloponnesian War.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.