Autor:Ernst Penzoldt

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Ernst Penzoldt (1892–1955), in Erlangen geboren, Bildhauer und Erzähler, hat einen der wenigen deutschen Schelmenromane des Jahrhunderts geschrieben. Die Powenzbande setzt eine laute, tätowierte Kinderschar in die Kleinstadt Mössel an der Maar und lässt die Bürger jede Schandtat fürchten, die die Familie oft gar nicht begangen hat.

Leben

Sohn eines Medizinprofessors, Kunstakademie in Weimar und Kassel, der Krieg als Sanitäter in Flandern, der Tod des Freundes an der Front. 1919 München, Freundschaft mit Ernst Heimeran, der ihn verlegte, Heirat mit dessen Schwester. Der Umweg ist die Bildhauerei: Wer Körper in Ton setzt, schreibt Familien als Zoologie, liebevoll zu den Grobianen und zu den Feinen, ohne die einen zu heiligen. Das Manuskript der Powenz liegt in Marbach auf Endlospapier gerollt. Er starb in München.

Wirkung

Penzoldt hat das Schelmenstück in die deutsche Kleinstadt der Zwischenkriegszeit geholt, ohne Moralpredigt und ohne Verklärung der Außenseiter. Die Bürger projizieren auf die Powenz, was sie selbst nicht leben; der Roman hält beide Seiten im Blick. 1930 war das ein Gegengewicht zum völkischen Familienbild und zur neusachlichen Kälte. 1973 wurde daraus eine Fernsehserie, die den Witz glättete und die Figur festhielt.

Lange stand er im Schatten der lauteren Zeitgenossen, als heiterer Münchner, der auch Idyllen und das Chatterton-Buch schrieb. Wer nur die Fernsehpowenz kennt, erhält Streiche, nicht die Genauigkeit, mit der Penzoldt eine Stadt aus Rentnern und Pfarrerswitwen zeichnet. Wer nur den Humor nimmt, unterschlägt, dass die Bande den Krieg im Rücken hat und die Bürger die Angst vor dem Leben. Geblieben ist die Zoologie einer Familie, die sich nicht entschuldigt.

Werke

In Auswahl außerdem: Der arme Chatterton, Korporal Mombour, Die portugalesische Schlacht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.