Die religiöse Erfahrung der Menschheit
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die religiöse Erfahrung der Menschheit |
| Autor(en): | Ninian Smart |
| Originaltitel: | The Religious Experience of Mankind |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1969 |
| Schlagwörter: | Religion, Erfahrung, Vergleich, Dimension |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Religionswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Scribner |
| Erscheinungsort: | The Religious Experience of Mankind |
| Umfang dieser Ausgabe: | 576 Seiten |
| ISBN: | 9780684146478 |
| Verweise | |
Die religiöse Erfahrung der Menschheit ist die 1969 bei Scribner erschienene vergleichende Darstellung von Ninian Smart. Sie behandelt Religionen nicht als Irrtümer oder Bekenntnisse, sondern als erfahrbare Ordnungen: Ritual, Mythos, Lehre, die sich nebeneinander beschreiben lassen.
Inhalt
Smart löst die Religion von der Theologie, ohne sie zur Illusion zu machen. Wer nur Dogmen vergleicht, hat den Kult übersprungen; wer nur den Kult nimmt, unterschlägt die Lehre, die ihn deutet. Das Buch führt durch Traditionen – Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam, die chinesischen Wege – und fragt jeweils nach denselben Dimensionen: Lehre, Erzählung, Praxis, Erfahrung, Ethik, Institution, später auch die materielle Gestalt. Der Blick ist phänomenologisch, britisch nüchtern, gegen die Entlarvung, die Religion schon verstanden hat, bevor sie zuhört. Gegen Frazers Repertorium setzt Smart die innere Logik jeder Tradition; gegen Ottos eine Qualität setzt er die Vielfalt, die sich nicht auf das Numinose rechnen lässt.
Das ist keine Enzyklopädie der Irrtümer. Es ist die Behauptung, dass Vergleich Ernstnehmen ist, nicht Rangordnung. Smart kennt den Einwand, Neutralität sei selbst eine westliche Haltung, und hält an der Beschreibung fest, weil ohne sie nur Predigt oder Spott bleibt. Die Gefahr ist die Glättung: Dimensionen werden zu Schulrubriken, Weltreligionen zu Kapiteln gleicher Länge. Smart schreibt gegen die Rubrik und erzeugt sie doch, weil Seminare ein Raster brauchen. Kritik hat den Eurozentrismus der Kategorien, die Vernachlässigung der Macht, die Breite statt der Tiefe genannt. Die Stärke bleibt der Satz, dass Religion sich zeigen lässt, ohne dass der Beschreibende sie besitzen muss.
Die Wirkung liegt in der anglophonen Religionswissenschaft, in Curricula, die seither Dimensionen abhaken, in jeder Debatte über den Vergleich ohne Bekenntnis. The World's Religions hat später erweitert, was 1969 zuerst gebündelt war. Wer nach Smart nur Weltreligionen sagt, hat die Erfahrung übersprungen, die der Titel meint. Wer nur die Erfahrung kennt, unterschlägt, dass sie in Institutionen dauert, nicht im Erlebnis allein.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Religionswissenschaft des Jahrhunderts eine Phänomenologie ohne Weltkarte. In Die einflussreichsten Werke der Religionswissenschaft: 20. Jahrhundert steht es nach Otto und vor Assmann: Vergleich gegen Numinoses, Dimension gegen Gedächtnis. Eliade hatte die Wiederkehr; Smart die nebeneinanderstehenden Wege. Wer nur das Heilige kennt, hat 1969 nicht gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
