Die römischen Päpste
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die römischen Päpste |
| Autor(en): | Leopold von Ranke |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Insel-Verlag |
| Serie: | Insel-Taschenbuch |
| Erscheinungsjahr: | 1834 |
| Seitenanzahl: | 584 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 345832660X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783458326601 |
| Schlagwörter: | Papsttum, Reformation, Diplomatie, Quellenkritik |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Die römischen Päpste in den letzten vier Jahrhunderten ist das 1834 bis 1836 erschienene Hauptwerk Leopold von Rankes zur neueren Kirchengeschichte. Die Angaben in der Infobox beziehen sich auf die Insel-Ausgabe. Ranke schreibt hier nicht die Geschichte einer Glaubenswahrheit, sondern die eines Amts, das Politik macht.
Inhalt
Ranke setzt im 16. Jahrhundert ein, als das Papsttum nach der Reformation neu begründet werden muss: nicht als bloße Restauration, sondern als eine Macht, die sich auf Akten, Nuntien und die venezianischen Gesandtschaftsberichte stützen lässt. Die Relationen der venezianischen Botschafter sind sein bevorzugtes Material – Berichte von Männern, die den Hof kannten und an ihre Signoria schrieben, nicht an die Nachwelt. Daraus entsteht ein Papsttum der Verhandlung, des Nepotismus und der Bündnisse, nicht der Legende.
Die großen Pontifikate – Paul III., Pius V., Sixtus V. – erscheinen als Verwaltungskrisen und als europäische Politik. Das Konzil von Trient ist bei Ranke kein reines Dogmenereignis; es ist der Versuch, eine zersplitterte Kirche wieder als handlungsfähige Macht zu organisieren. Gegenreformation heißt hier: Orden, Zensur, Diplomatie. Protestantische und katholische Fürsten behandelt er mit derselben Nüchternheit; die Konfession erklärt den Streit, sie richtet ihn nicht.
Gegen Ende des betrachteten Zeitraums wird aus der Weltmacht ein italienischer Fürst. Ranke zeigt den Verlust, ohne ihn zu beklagen. Was bleibt, ist die Methode: keine Parteinahme für Rom oder Wittenberg, sondern die Frage, was sich aus den Akten über Absicht, Mittel und Erfolg sagen lässt. Der Ton ist der eines Berichts, der sich die Erregung der Quellen nicht zu eigen macht.
Einordnung
Das berühmte Wort, Geschichte wolle bloß zeigen, »wie es eigentlich gewesen«, steht im Vorwort von 1824, nicht in diesem Buch. Hier ist es durchgeführt. Ranke hat damit die politische Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts auf die Quelle verpflichtet und die Kirchengeschichte aus der Apologetik geholt. Wer später nur noch den Satz kennt und nicht die Päpste, übersieht, wie streng Ranke ihn an seinen eigenen Quellen geprüft hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.