Die Zeitfalte
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Zeitfalte |
| Autor(en): | Madeleine L'Engle |
| Originaltitel: | A Wrinkle in Time |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1962 |
| Schlagwörter: | Raum, Liebe, Dunkelheit, Familie |
| Sachgebiete: | Jugendroman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | cbj
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| Umfang dieser Ausgabe: | 224 Seiten |
| ISBN: | 9783570219324 |
| Verweise | |
Die Zeitfalte ist das Jugendbuch von Madeleine L'Engle, 1962 in New York als A Wrinkle in Time erschienen, 1963 mit der Newbery Medal ausgezeichnet. Ein Mädchen, ihr hellsichtiges Brüderchen und ein Mitschüler falten den Raum, um den verschollenen Vater von einem Planeten zu holen, auf dem alle denselben Rhythmus tanzen. Sechsundzwanzig Verlage hatten das Manuskript abgelehnt, weil ihnen Zielgruppe und Gattung unklar waren. Die erste deutsche Fassung hieß 1968 Spiralnebel 101; Wolf Harranths Übersetzung Die Zeitfalte erschien 1984 bei Thienemann, später als Taschenbuch bei cbj. L'Engle hat Physik und christlichen Glauben in denselben Satz gelegt, ohne die Bibel wörtlich zu nehmen.
Inhalt
Die dreizehnjährige Meg Murry gilt in der Schule als schwierig. Ihre Zwillinge Sandy und Dennys halten die Spötter ab; der jüngste Bruder Charles Wallace spricht wie ein Erwachsener und spürt Gedanken. Der Vater, der Physiker Alexander Murry, ist vor fünf Jahren bei einem geheimen Versuch verschwunden; die Mutter forscht weiter im Hauslabor. In einer Gewitternacht steht die seltsame Frau Wasdenn in der Küche und erwähnt eine Tesserung – im Original Tesseract –, die Faltung von Raum und Zeit. Am nächsten Tag treffen die Kinder den Mitschüler Calvin O'Keefe, der ähnlich empfindet wie Charles Wallace, und die Begleiterinnen Frau Diedas und Frau Dergestalt.
Die drei Frauen, Wesen aus einer anderen Ordnung, bringen Meg, Charles Wallace und Calvin nach Uriel, wo eine Dunkelheit sichtbar wird, die Welten verschlingt. Auf Camazotz lassen sie die Kinder allein. Dort tun alle zur selben Sekunde dasselbe; ein Puls steuert Häuser, Bälle, Kinder. In der Zentrale sitzt ES, ein Gehirn ohne Liebe, das Willen auslöscht. Charles Wallace gibt nach, um ES von innen zu erkunden, und wird zum Diener, der Meg und Calvin zum Aufgeben bewegen soll. Sie finden den Vater in einer Zelle und tessern fort – ohne Charles Wallace. Die ungenaue Faltung wirft sie auf einen grauen Planeten zu pelzigen, tentakelarmigen Wesen, die sie pflegen.
Frau Wasdenn sagt, Meg besitze etwas, das ES nicht kenne. Nur sie kann den Bruder holen. Zurück auf Camazotz versteht sie den Auftrag: nicht Stärke, nicht Trotz, sondern die Liebe zu Charles Wallace, die ES nicht nachahmen kann. Der Bruder kommt zu sich; die Familie kehrt nach Hause, Calvin findet bei den Murrys den Halt, den ihm das eigene Haus versagt. Der Roman schließt, bevor die Dunkelheit über der Erde ausgelöscht wäre: Gerettet ist die eine Familie, nicht der Kosmos.
Einordnung
L'Engle hat den Jugendroman der sechziger Jahre mit Quantenphysik, Shakespeare-Zitaten und einer Moral geladen, die Gleichheit von Gleichschaltung unterscheidet. Camazotz ist die Angst vor dem autoritären Staat, in amerikanischen Schulen oft als Kritik am Kommunismus gelesen, im Text weiter gefasst. Christliche Gruppen versuchten das Buch aus Bibliotheken zu drängen, weil Jesus in einer Reihe mit Künstlern und Denkern steht; andere christliche Verlage empfahlen es. L'Engle sagte, Erwachsene fänden den Band zu schwer, Kinder nicht. Die Newbery-Medaille von 1963 hat das Buch im amerikanischen Kanon festgesetzt, während deutsche Leser lange zwischen den Titeln Spiralnebel 101, Die Zeitfalte und Das Zeiträtsel wählen mussten.
John Kent Harrisons Fernsehfilm von 2003 enttäuschte die Autorin; Ava DuVernays Das Zeiträtsel von 2018 machte aus den drei Frauen Glanzrollen und glättete die Härte von ES. Die Fortsetzungen um die Murrys und später um Pollys Familie haben im deutschen Sprachraum nie denselben Rang erreicht. Die Zeitfalte bleibt das Buch, in dem ein Mädchen rechnet, zürnt und liebt, und in dem die Rettung keine Waffe ist. Megs Rückkehr zu Charles Wallace ist die Stelle, an der aus dem Weltraummärchen ein moralischer Roman wird.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
