Deutsche Geschichte 1800–1866

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Deutsche Geschichte 1800–1866
Autor(en): Thomas Nipperdey
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: C. H. Beck
Serie:
Erscheinungsjahr: 1983
Seitenanzahl: 838 Seiten
Originaltitel: Deutsche Geschichte 1800–1866. Bürgerwelt und starker Staat
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3406093538
ISBN-13/

EAN-Code:

9783406093531
Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Bürgerwelt, Erzählung, Sonderweg
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen
Umschlag

Deutsche Geschichte 1800–1866. Bürgerwelt und starker Staat ist der 1983 bei C. H. Beck in München erschienene erste Band von Thomas Nipperdeys großer Erzählung. Er ist der andere Pol zu Wehlers Kaiserreich: Religion, Bildung, Alltag, die vielen Deutschländer vor 1871.

Inhalt

Nipperdey beginnt nicht bei 1933 und rechnet nicht rückwärts. Das Land um 1800 ist ein Geflecht von Territorien, Konfessionen, Bildungsansprüchen und einem Staat, der stärker wird, ohne dass die Bürgerwelt darüber verschwindet. Familie, Verein, Kirche, Schule, das Lesen, die Wissenschaft: die Kapitel atmen, weil sie zeigen wollen, wie Menschen gelebt haben, nicht nur, welche Klasse sie waren. Der starke Staat ist eine Tatsache, keine Anklage.

Gegen die Teleologie des Unheils setzt das Buch die Gerechtigkeit der Erzählung. Reformen, Revolutionen, die Paulskirche, Bismarck am Horizont des dritten Bandes – alles geschieht in einer Welt, die auch hätte anders ausgehen können. Nipperdey schreibt Sätze, die den Gegenstand nicht tot erklären. Wo Wehler strukturiert, erzählt Nipperdey; wo Wehler den Sonderweg festlegt, lässt Nipperdey die Bürgerwelt offen.

Der Band ist lang und bewusst unökonomisch. Er will Vollständigkeit der Aspekte, nicht Vollständigkeit der Akten. Die Kritik hat die Wärme für Harmonisierung gehalten und die Schönheit für Methode genommen. Beides trifft eine Gefahr, die das Buch kennt: wer erzählt, kann versöhnen. Nipperdey versöhnt nicht 1933, er verweigert ihm das Recht, das 19. Jahrhundert zu verhören.

Einordnung

Die westdeutsche Zunft hat das Buch als Befreiung gelesen: das 19. Jahrhundert wieder als Geschichte, nicht nur als Vorgeschichte. In Geschichtswissenschaft: Deutschland steht es als Gegenpol zu Das Deutsche Kaiserreich 1871–1918. Die Folgebände bis 1918 haben das Verfahren fortgesetzt. Wer nur Wehler kennt, hat die Erzählung nicht gelesen, die der Vergangenheit ihr eigenes Recht lässt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.