Der Prozeß

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Prozeß
Autor(en): Franz Kafka
Herausgeber: Max Brod
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1925
Seitenanzahl: 351 Seiten
Originaltitel: Der Prozeß
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518188186
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518188187
Schlagwörter: Schuld, Justiz, Bürokratie, Moderne, Parabel
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Der Prozeß ist ein unvollendet gebliebener Roman von Franz Kafka, den dieser 1914/15 niederschrieb. Das Werk erschien erst 1925, ein Jahr nach Kafkas Tod, herausgegeben von seinem Freund Max Brod. Es zählt zu den bekanntesten Texten der literarischen Moderne.

Inhalt

Am Morgen seines 30. Geburtstags wird der Bankangestellte Josef K. in seiner Wohnung verhaftet, ohne dass ihm ein Vergehen genannt wird. Er bleibt auf freiem Fuß und kann seinem Beruf weiter nachgehen, doch von nun an bestimmt ein undurchschaubares Gericht sein Leben. Dieses Gericht tagt auf Dachböden und in Hinterzimmern, seine Gesetze bleiben unbekannt, seine Vertreter sind gleichermaßen mächtig wie unfassbar.

Josef K. versucht, sich zu wehren: Er hält eine trotzige Rede vor der Untersuchungskommission, nimmt einen wenig hilfreichen Advokaten, sucht Rat beim Gerichtsmaler Titorelli und lässt sich mit Frauen ein, von denen er sich Vorteile für sein Verfahren erhofft. Je mehr er sich jedoch mit dem Prozess beschäftigt, desto tiefer verstrickt er sich. Im Kapitel „Im Dom" erzählt ihm ein Geistlicher die Parabel Vor dem Gesetz, in der ein Mann vergeblich sein Leben lang auf Einlass in das Gesetz wartet. Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird Josef K. von zwei Männern abgeführt und getötet – „wie ein Hund".

Einordnung

Der Prozeß gilt als eines der einflussreichsten Werke des 20. Jahrhunderts; das Adjektiv „kafkaesk" bezeichnet seither das Ausgeliefertsein des Einzelnen an anonyme, unbegreifliche Mächte. Der Roman wurde vielfach gedeutet – religiös, psychologisch, als Vorwegnahme totalitärer Herrschaft – und mehrfach für Theater, Oper und Film bearbeitet, unter anderem 1962 von Orson Welles.