Der Mythos des Sisyphos
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Der Mythos des Sisyphos |
| Autor(en): | Albert Camus |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1942 |
| Seitenanzahl: | 204 Seiten |
| Originaltitel: | Le Mythe de Sisyphe |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3499227657 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783499227653 |
| Schlagwörter: | Absurdes, Selbstmord, Auflehnung, Glück |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Rezensionen | |
Der Mythos des Sisyphos (französisch Le Mythe de Sisyphe) ist der 1942 erschienene Essay von Albert Camus. Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Antwort ist nicht die Flucht in Gott oder in die Geschichte, sondern die Auflehnung – und das Glück, den Stein zu wälzen.
Inhalt
Das Absurde entsteht nicht in der Welt und nicht im Menschen, es entsteht zwischen beiden: der Verlangen nach Sinn und die stumme Welt. Camus prüft die Auswege und verwirft sie. Der physische Selbstmord räumt das Problem weg, indem er den Fragenden tötet. Der philosophische Selbstmord – Kierkegaard, Jaspers, Chestov, auch Husserl – springt in Gott, ins Absolute, in die Essenz, sobald die Kluft unerträglich wird. Camus will in der Kluft bleiben. Quantität der Erfahrung statt Qualität des Trostes; Don Juan, der Schauspieler, der Eroberer als Figuren einer Ethik ohne Jenseits.
Sisyphos ist die letzte Figur. Die Götter haben ihn verurteilt, einen Fels den Berg hinaufzuwälzen, der immer zurückrollt. Im Abstieg, im Bewusstsein der Strafe, liegt seine Freiheit. Man muss sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen: nicht weil das Leid aufhört, weil er es durchschaut und nicht mehr von ihm belogen wird. Die Auflehnung ist kein Programm; sie ist die Weigerung, das Absurde mit Sinn zu versöhnen.
Der Ton ist knapp, bildhaft, von einer Nüchternheit, die Pathos nur als Probe erlaubt. Camus schreibt gegen den Existentialismus, der das Absurde zum Sprungbrett macht, und gegen die Kirche, die es zum Beweis Gottes macht. Wer den Schluss als Trostplakat nimmt, hat den Stein nicht gesehen. Das Glück ist hier kein versöhnlicher Schluss, es ist Trotz.
Einordnung
Neben Der Fremde und später Die Pest ist dies die begriffliche Auskunft zu Camus’ Romanen: Meursault und Rieux leben, was der Essay sagt. Gegen Jean-Paul Sartres Das Sein und das Nichts fehlt die Ontologie und die Verurteilung zur Freiheit als System; Camus misstraut dem System und dem späteren Ja zur historischen Gewalt. Der Bruch der fünfziger Jahre liegt in diesem Essay schon bereit. Friedrich Nietzsches Also sprach Zarathustra hatte die Bejahung ohne Gott als Tanz verlangt; Camus macht daraus Arbeit. Die Kritik nennt den Text eine Stimmung, kein Argument, und das Glück des Sisyphos eine männliche Pose. Geblieben ist der Satz, dass man den Stein kennen muss, bevor man von Sinn spricht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
