David Copperfield
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | David Copperfield |
| Autor(en): | Charles Dickens |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Insel Verlag |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1850 |
| Seitenanzahl: | 1231 Seiten |
| Originaltitel: | David Copperfield |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3458321683 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783458321682 |
| Schlagwörter: | Kindheit, London, Bildung, Erinnerung |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
David Copperfield von Charles Dickens erschien 1849 und 1850 in monatlichen Heften und gilt als das Buch, das der Autor am liebsten als das eigene bezeichnet hat. Der erwachsene David Copperfield erzählt sein Leben von der Geburt in Suffolk bis zur Schriftstellerei, mit allen Umwegen über Stiefvater, Fabrik, Schule, Advokatur und zwei Ehen. Dickens hatte selbst als Kind in einer Schuhwichsefabrik gearbeitet und den Vater im Schuldgefängnis gesehen; hier wird daraus eine Erziehung durch Demütigung und Güte. Der lange Roman ist Erinnerung, Sittenschilderung und eine Schar von Nebenfiguren, die oft schärfer bleiben als der Held.
Inhalt
Davids Vater stirbt vor der Geburt; die junge Mutter Clara heiratet den harten Edward Murdstone, der den Jungen mit der Schwester Jane bricht. Nach einer Prügel und dem Biss in Murdstones Hand kommt David in die Schule Salem House zu Creakle, wo er James Steerforth bewundert und den unglücklichen Tommy Traddles trifft. Die Mutter stirbt nach der Geburt eines weiteren Kindes, das nicht lebt. Murdstone steckt David in die Londoner Fabrik Murdstone and Grinby; der Junge klebt Etiketten, hungert, wohnt bei der Familie Wilkins Micawber, die stets auf etwas wartet, das sich wenden wird, und in Schulden versinkt. David flieht zu Fuß nach Dover zur Tante Betsey Trotwood, die ihn aufnimmt, den Stiefvater abweist und ihn in Canterbury zur Schule schickt.
Im Haus des Anwalts Wickfield begegnet David der Tochter Agnes, still und klar, und dem sich windenden Schreiber Uriah Heep, der Demut spielt und die Praxis unterwandert. David wird Proktor, heiratet die kindliche Dora Spenlow, die den Haushalt nicht führen kann und früh stirbt. Steerforth, der schöne Freund, verführt Emily, die Nichte des Fischers Peggotty aus Yarmouth, und lässt sie sitzen; Emily wird gefunden, Steerforth ertrinkt im Sturm, Ham Peggotty stirbt bei dem Versuch, ihn zu retten. Micawber entlarvt Heep, der Wickfields Vermögen und den Verstand des Vaters an sich gerissen hat. David schreibt, reist, heiratet Agnes, die ihn seit der Schulzeit geliebt hat, und wird Erzähler seines Lebens.
Dazwischen stehen Peggotty, die Amme, und ihr Bruder Daniel, das Boot als Haus am Strand; die harte Miss Murdstone; der irre Mr. Dick, der mit Betsey lebt und Karls I. Kopf nicht aus den Denkschriften bekommt; die zwielichtige Rosa Dartle; die treue Martha. Dickens verteilt Rettung und Untergang ungleich: die Guten finden oft ein Auskommen in Australien, die Schurken Zuchthaus oder Meer. David selbst bleibt ein wahrnehmender Mittler, weniger komisch als Micawber, weniger teuflisch als Heep, weniger leuchtend als Steerforth. Die Kraft des Buches sitzt in den Demütigungen der Kindheit und in der Stimme, die sie später ordnet, ohne sie zu tilgen.
Einordnung
Dickens hat den Entwicklungsroman des neunzehnten Jahrhunderts auf die Fabriksohle gestellt. Wo Goethe Bildung als Theater und Wanderung denkt, denkt Dickens sie als Etikettieren, Schulden und Tantenrettung. Der Ich-Erzähler blickt zurück mit Ironie und Rührung; die Hefteform fütterte das Publikum mit Auftritten, die Theater wurden. Neben Große Erwartungen ist Copperfield das hellere Buch: Pip muss die Herkunft des Geldes lernen, David darf Agnes heiraten und schreiben. Heep bleibt die große Figur des Ressentiments, Micawber die der Hoffnung auf den nächsten Wechsel.
Deutsche Insel- und Anaconda-Ausgaben halten den vollen Umfang; Schulkürzungen streichen gerade Yarmouth und die Fabrik. Verfilmungen von George Cukor bis zu Armando Iannucci haben Micawber und die Kindheit bevorzugt, Heeps Feuchtigkeit und Doras Sterben oft versüßt. Wer Dickens nur als Weihnachtsautor kennt, trifft hier den langen Atem des Gesellschaftsromans, der eine Stimme von der Wiege an führt und ihr am Ende erlaubt, Autor zu sein. Das ist keine Versöhnung aller Wunden; es ist die Behauptung, dass Erzählen die Kindheit überleben hilft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
