Das Sein und das Nichts

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Das Sein und das Nichts
Autor(en): Jean-Paul Sartre
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Rowohlt
Serie:
Erscheinungsjahr: 1943
Seitenanzahl: 1168 Seiten
Originaltitel: L'Être et le Néant
Originalsprache: französisch
ISBN-10: 3499133164
ISBN-13/

EAN-Code:

9783499133169
Schlagwörter: Existenz, Freiheit, Blick, Nichts
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Das Sein und das Nichts (französisch L'Être et le Néant) ist das 1943 erschienene Hauptwerk von Jean-Paul Sartre. Der Mensch ist das Sein, das sich zu seinem Sein verhält, indem es nicht das ist, was es ist – zur Freiheit verurteilt, ohne Entschuldigung.

Inhalt

Sartre teilt das Sein. Das An-sich ist voll, undurchsichtig, das, was es ist: der Stein, der Tisch. Das Für-sich ist Bewusstsein, und Bewusstsein ist Nichts: Abstand zu sich, Negation, Entwurf. Deshalb gibt es keine feste Natur des Menschen. Existenz geht der Essenz voraus – der Satz fällt später im Vortrag, hier ist er Ontologie. Unaufrichtigkeit, die mauvaise foi, ist der Versuch, Ding zu werden, um der Freiheit zu entgehen: der Kellner, der nur Kellner ist; die Frau, die die Hand nicht merkt.

Der Blick des anderen stiehlt die Szene. Ich werde Objekt unter seinen Augen, meine Freiheit gerinnt zur Eigenschaft. Scham ist die Entdeckung, dass ich für den anderen existiere. Liebe, Hass, Sadismus, Masochismus: Strategien, den Blick zu binden oder zu vernichten, die scheitern, weil der andere frei bleibt. Der Tod ist nicht mein eigenstes, wie bei Martin Heidegger; er ist das, was mich von außen zum An-sich macht. Freiheit bleibt trotzdem: Sie ist nicht das Vermögen, zu tun, was man will, sondern das Unvermögen, nicht zu wählen.

Der Ton ist phänomenologisch, beispielsatt, oft romanhaft, und schulmäßig in der Begrifflichkeit, die Martin Heideggers Sein und Zeit ins Französische treibt und umdreht. Geschrieben unter der Besatzung, ohne dass der Krieg als Kapitel vorkäme. Wer nur den Existentialismus der Kellerclubs nimmt, kennt das Plakat; das Buch ist länger, härter und ontologischer, als die Plakate tragen.

Einordnung

Kein Buch hat die Nachkriegsjahre so mit einem Jargon der Freiheit versorgt – und so viele Missverständnisse erzeugt. Albert Camus hat in Der Mythos des Sisyphos das Absurde ohne diese Ontologie gesetzt und später den Streit um Geschichte und Gewalt offen ausgetragen. Simone de Beauvoir nahm in Das andere Geschlecht den Blick und die Situation und zeigte, dass Freiheit nicht gleich verteilt ist. Die Kritik an Sartre ist alt: Subjekt ohne Gesellschaft, Freiheit ohne Klasse, der andere als Hölle. Theodor W. Adorno hat den Existentialismus als Jargon der Eigentlichkeit verdächtigt. Geblieben ist die Unerbittlichkeit: Man ist nicht seine Vergangenheit, man hat sie zu sein.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.