Border as Method
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Border as Method |
| Autor(en): | Sandro Mezzadra, Brett Neilson |
| Originaltitel: | Border as Method |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2013 |
| Schlagwörter: | Grenze, Arbeit, Differenz, Kapital |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Duke University Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 384 Seiten |
| ISBN: | 9780822355038 |
| Verweise | |
Border as Method, or, the Multiplication of Labor erschien 2013 bei Duke; eine deutsche Buchausgabe fehlt. Sandro Mezzadra und Brett Neilson lesen die Grenze nicht als Linie am Rand des Staates, sondern als Methode: Kapital, Arbeit, Recht entstehen im Durchqueren und im Staffeln ungleicher Zugehörigkeit.
Inhalt
Grenze als Methode heißt: Multiplikation, nicht nur Ausschluss. Visa, Lager, Sonderwirtschaftszonen, Häfen, die digitale Kontrolle von Bewegung stellen Arbeitskraft auf unterschiedlichen Skalen her – billiger hier, fester dort, illegalisiert dazwischen. Das Mittelmeer ist ein Fall, nicht der Horizont; der Pazifik, die innerstaatlichen Grenzen, die Logistik gehören dazu. Operaismus und Migrationsforschung greifen ineinander: Subjekte der Bewegung sind nicht nur Opfer der Festung, sie zwingen das Kapital zu neuen Grenzen. Wer Mezzadra nur als Theoretiker des Mittelmeers liest, unterschlägt Neilsons pazifische Lage. Wer nur die Festung Europa kennt, unterschlägt, dass hier die Grenze global gedacht wird.
Das Buch ist marxistisch-theoretisch, dicht, oft vorwurfsvoll als Jargon gescholten. Die Kritik nannte das zu abstrakt, zu wenig Ethnographie, zu wenig Recht. Die Autoren halten dagegen, dass ohne die Methode die Grenzforschung bei Ethik des Willkommens oder bei Geographie der Mauern bleibt. Die Gefahr ist die Metapher: Alles wird Grenze. Der Band ist enger: Er gilt der Herstellung von Arbeit durch Differenz.
Deutsche Seminare zitieren den englischen Titel. Die Wirkung reicht in die Kritik der Logistik, die beide später nachgetragen haben. Wer das Buch als Absage an offene Grenzen liest oder als deren naive Feier, hat die Analyse der Multiplikation verfehlt.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Grenze ein Thema der Geographie oder der Moral. Mezzadra und Neilson haben ihr die politische Ökonomie gegeben. Wer nach 2013 von Migration spricht, ohne die Produktion von Differenz, spricht hinter diesem Band.
Ideen
Infrastruktur (zentral) · Migration (zentral)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
