Berlin Alexanderplatz

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Berlin Alexanderplatz
Autor(en): Alfred Döblin
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1929
Seitenanzahl: 547 Seiten
Originaltitel: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3596904587
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596904587
Schlagwörter: Großstadt, Montage, Weimarer Republik, Milieu
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf ist ein 1929 erschienener Roman von Alfred Döblin. Er gilt als der bedeutendste deutsche Großstadtroman und als ein Hauptwerk der literarischen Moderne.

Inhalt

Franz Biberkopf verlässt nach vier Jahren das Gefängnis Tegel, wo er wegen des Totschlags an seiner Freundin Ida saß. Vor dem Tor überfällt ihn die Stadt als Lärm und Bewegung; er schwört sich, von nun an anständig zu bleiben. Als Zeitungshändler, Gelegenheitsarbeiter und Hausierer versucht er sich in einem Berlin der Hinterhöfe, Kneipen und Arbeitsämter durchzuschlagen.

Dreimal wird dieser Vorsatz zerschlagen. Ein Kompagnon betrügt ihn, dann verliert er bei einem Einbruch, in den ihn die Bande des kalten Reinhold hineinzieht, unter einem Auto den rechten Arm. Wieder aufgerichtet lebt er mit der jungen Mieze, die ihn ernährt und liebt – bis Reinhold sie in einem Wald bei Freienwalde ermordet und Biberkopf zunächst der Verdacht trifft. Der Verlust bricht ihn endgültig: Er verstummt, verweigert die Nahrung und wird in die Irrenanstalt Buch eingeliefert.

Döblin erzählt das nicht linear, sondern montiert: Werbesprüche, Schlagertexte, Börsenkurse, Wetterberichte, Bibelstellen und Statistiken schneiden in die Handlung, dazu tritt ein kommentierender Erzähler, der Biberkopfs Sturz wie ein Schicksalsdrama ankündigt. Am Ende steht kein Triumph, sondern eine Ernüchterung: Der Geheilte nimmt eine Stelle als Hilfsportier an, wachsamer und kleiner als zuvor, während im Hintergrund die Marschtritte einer neuen Zeit zu hören sind.

Einordnung

Der Roman verbindet Techniken des Expressionismus und der Reportage mit Berliner Umgangssprache und Milieuschilderung; Vergleiche mit James Joyce begleiten ihn seit der Erstveröffentlichung. Nach 1933 wurde Döblin, der ins Exil ging, in Deutschland verboten. Rainer Werner Fassbinders vierzehnteilige Fernsehfassung von 1980 machte den Stoff einem großen Publikum erneut zugänglich.