Autor:Voltaire
Voltaire (1694–1778), als François-Marie Arouet in Paris geboren, hat der Aufklärung die Erzählung gegeben, in der die beste aller Welten zur Abfolge von Massaker, Erdbeben und Dummheit wird. Candide oder Der Optimismus erschien 1759 anonym; der Autor nannte den Text eine Albernheit, und er ist sein bekanntestes Buch.
Leben
Bastille, England, der Hof, Ferney am Genfersee als europäische Adresse. Voltaire schrieb Tragödien, Briefe, das philosophische Wörterbuch und die Streitschriften gegen Justizmord und Aberglauben. Der Umweg über Lissabon 1755 erklärt Candide: Das Erdbeben zerschlug die Theodizee, die Satire zog die Folgerung. 1778 die Rückkehr nach Paris, der Tod als öffentliches Ereignis. Der Name ist ein Programm; Beyle hatte Stendhal, Arouet hatte Voltaire.
Wirkung
Voltaire hat den philosophischen Satz zur Fabel gemacht, die man in einem Abend liest. Pangloss, El Dorado, der Garten, den man bebauen soll: Das sind Gegenmittel gegen Leibniz' Optimismus, schärfer als jede Abhandlung. Die Aufklärung spricht hier nicht als System, sondern als Hohn, der die Opfer zählt. Neben Jean-Jacques Rousseau ist er der lesbarere der beiden, und der kältere.
Kanonisiert als Witz der Vernunft, oft auf den Schluss vom Gärtnern verkürzt. Wer Voltaire nur als Spötter nimmt, unterschlägt die Hartnäckigkeit der Interventionen – Calas, Sirven, die religiöse Toleranz als Rechtsfall. Candide bleibt das schmale Buch, das die große Zuversicht des Jahrhunderts widerlegt, ohne die Arbeit an der Welt aufzugeben.
Werke
- Candide oder Der Optimismus (1759)
In Auswahl außerdem: Philosophisches Wörterbuch, Zadig oder Das Geschick, Briefe aus England.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.