Autor:Thomas Mann
Thomas Mann (1875–1955), in Lübeck geboren, hat dem deutschen Bürgertum die Seelengeschichte geschrieben – und sie im Exil gegen sich selbst gewendet. Nobelpreis 1929 für die Buddenbrooks; die spätere Weltwirkung liegt ebenso auf dem Zauberberg und der Novelle vom Tod in Venedig.
Leben
Sohn eines Lübecker Senators, früh der Kaufmannslaufbahn entkommen, lebte Mann in München als freier Schriftsteller, bis 1933 die Machtübernahme ihn nach außen trieb: Schweiz, Frankreich, schließlich die Vereinigten Staaten. Aus dem Unpolitischen wurde, zögernd und dann öffentlich, der Gegner Hitlers. 1952 kehrte er nach Europa zurück, nach Kilchberg bei Zürich, wo er starb. Die Tagebücher, spät geöffnet, haben die bürgerliche Fassade nicht zerstört, nur kenntlich gemacht.
Wirkung
Mann hat die deutsche Erzählprosa auf die Höhe der europäischen Moderne gehoben, ohne den Satzbau der Tradition zu zerbrechen. Ironie, Leitmotiv, die Bildung als Krankheit: Das war anschlussfähig für das Gymnasium und scharf genug für das Jahrhundert. Neben Franz Kafka und Robert Musil ist er der lesbarste der drei; das hat ihm den Kanon gesichert und den Verdacht der Glätte eingetragen.
Die Nachkriegsliteratur hat sich oft gegen ihn definiert, und kam doch an den Buddenbrooks nicht vorbei. Verfilmungen, Schulausgaben, der immer neue Streit um den politischen Mann: Die Wirkung ist die eines Klassikers, den jede Generation neu für zu glatt oder zu dunkel hält. Die Novellen halten beides aus.
Werke
- Buddenbrooks (1901)
- Der Tod in Venedig (1912)
- Der Zauberberg (1924)
In Auswahl außerdem: Doktor Faustus, Joseph und seine Brüder, Mario und der Zauberer.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.