Stephen Chbosky (geb. 1970), in Pittsburgh geboren, hat den Briefroman des amerikanischen Schuljahrs geschrieben, in dem Teilhabe ohne Sprache in die Klinik führt. Vielleicht lieber morgen lässt den fünfzehnjährigen Charlie einem ungenannten Freund schreiben, der nicht antwortet; J. D. Salingers Der Fänger im Roggen ist Anstoß, nicht Schablone.
Leben
Pittsburgh, das Schreiben und Inszenieren, das Fernsehen: Der Umweg ist die Rückkehr in dieselbe Stadt, in der Charlie die Briefe braucht. Chbosky hat den Roman 1999 vorgelegt, 2012 selbst verfilmt und dazwischen Stoffe für das Fernsehen geliefert, ohne ein zweites Buch von gleichem Gewicht nachzuschieben. Er lebt in den Vereinigten Staaten und hält an der Form fest, dass ein Junge sich nur an jemanden wenden kann, der nicht antwortet.
Wirkung
Chbosky hat einen Jugendroman geschrieben, der Drogen, Selbsttötung und sexuellen Missbrauch nicht als Reiz einsetzt, sondern als das, was Charlie nicht sagen konnte, bevor die Briefe da waren. Genau das hat den Band in amerikanischen Schulen auf die Listen der beanstandeten Bücher gebracht. Holden Caulfield klagt die Erwachsenen an; Charlie sucht Anschluss und zerbricht an einem Geheimnis im eigenen Haus. Die Mixkassetten und die Bücher des Lehrers Bill sind Zeitkolorit, nicht die Aussage.
Der Film hat Gesichter und den Tunnel gegeben; die Briefform, das Kunstmittel, bleibt dem Buch. Eine spätere deutsche Neuübersetzung hieß Das also ist mein Leben; das Lemma hält den älteren Titel, unter dem der Band hierzulande bekannt wurde. Wer Chbosky nur als zarte Schulgeschichte liest, hat die Tante Helen und die Klinik nicht gelesen. Wer nur den Skandal der Verbote nimmt, unterschlägt, dass Sprache ohne Teilhabe in die Briefe führt und Teilhabe ohne Sprache in den Zusammenbruch.
Werke
- Vielleicht lieber morgen (1999)
In Auswahl außerdem: Der unsichtbare Freund.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.