Autor:Montesquieu
Montesquieu (1689–1755), Charles-Louis de Secondat, geboren auf dem Schloss La Brède bei Bordeaux, hat Recht und Staat wie ein Naturforscher betrachtet. Aus Vom Geist der Gesetze stammt die Lehre, dass Macht nur durch Macht zu bremsen ist.
Leben
Baron, Präsident des Parlaments von Bordeaux, dann frei für die Untersuchung, der er zwanzig Jahre Material opferte: Antike, Reiseberichte, das England, das er selbst gesehen hatte. 1748 erschien das Werk anonym in Genf, weil er die französische Zensur fürchtete; drei Jahre später setzte Rom es auf den Index. Die Persischen Briefe hatten ihn schon bekannt gemacht. Er starb in Paris. Der Adel, dem er angehörte, bleibt in der Sympathie für alte Vorrechte spürbar.
Wirkung
Montesquieu verschiebt die Frage von der Rechtfertigung zur Erklärung: Ein Gesetz ist nie richtig an sich, sondern passend oder unpassend für ein Volk in einer Lage. Am Beispiel Englands entfaltet er die Dreiteilung in Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung. In der amerikanischen Verfassung von 1787 ist er der meistzitierte Autor der Beratungen; die französische Erklärung von 1789 und das deutsche Grundgesetz teilen die Staatsgewalt in denselben drei Zweigen.
Die Kritik ist alt: Sein England hat es so nie gegeben, die Klimalehre trägt nicht. Geblieben ist der Satz, dass Macht, wo sie kann, bis an ihre Grenze geht. Wer ihn nur als Vater der Gewaltenteilung führt, unterschlägt das Kapitel über die Sklaverei, das die Rechtfertigungen so ernsthaft vorträgt, dass sie in sich zusammenfallen.
Werke
- Vom Geist der Gesetze (1748)
In Auswahl außerdem: Persische Briefe, Betrachtungen über die Ursachen von Größe und Niedergang der Römer.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.