Autor:Maj Sjöwall

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Maj Sjöwall (1935–2020), in Stockholm geboren, hat mit Per Wahlöö den Kriminalroman von der Dienststelle aus neu erzählt: weg vom genialen Einzelnen, hin zur Routine, zur Stadt, zur Politik, die das Verbrechen mit erzeugt. Roman über ein Verbrechen sind zehn Bände, 1965 bis 1975, ein Roman in zehn Kapiteln, dessen letztes Wort Marx lautet.

Leben

Zeitung, Graphik, Übersetzung; 1961 die Begegnung mit Wahlöö, Journalist und Marxist. Der Umweg ist diese Arbeitsteilung: Sie planten zehn Bücher und ein Ende, übersetzten Ed McBain, übernahmen das Revier als Kollektiv und setzten dagegen die schwedische Sozialdemokratie als das eigentliche Verbrechen des Titels. Wahlöö starb 1975, kurz vor Die Terroristen; ein elftes Buch gab es nicht. Sjöwall übersetzte weiter, schrieb wenig allein und starb in Landskrona.

Wirkung

Sjöwall und Wahlöö haben den nordischen Kriminalroman umgestellt. Martin Beck ist kein Rätselkönig, sondern ein müder Beamter mit Erkältung, unglücklicher Ehe und verbissener Genauigkeit; ermittelt wird mit Kollberg und Larsson, unter Streifen, die wie eine Posse wirken und doch Dienst sind. Kriminalität erscheint als soziale Funktion, nicht als Ausnahmefall eines Bösen. Nach dieser Reihe kommt man an Henning Mankell und Jo Nesbø nicht vorbei, auch wo deren Politik milder ist.

Die Verfilmungen haben Beck oft jünger und filmgerecht gemacht; die Neuübersetzung glättete nach Meinung mancher den umständlichen Satz. Sjöwall trug nach 1975 den Nachruhm der Reihe, ohne sie fortzusetzen. Wer einzelne Titel liest, liest Kapitel; wer die zehn Bände als Ganze nimmt, liest den Längsschnitt, den Wahlöö angekündigt hat. Die Dienststelle auf Kungsholmen bleibt die Adresse.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Tote im Götakanal, Endstation für neun, Die Terroristen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.