Autor:Kathrin Passig
Kathrin Passig (geb. 1970 in Deggendorf) hat dem deutschen Sachbuch das Unwissen als Gegenstand gegeben, nicht als Schande. Mit Aleks Scholz stellt Lexikon des Unwissens. Worauf es bisher keine Antwort gibt zweiundvierzig offene Fragen aus, statt Halbwahrheiten zu schließen.
Leben
Sie schloss ein Studium unter anderem bei Hartmut Eggert mit dem Magister ab, lebt in Berlin, gründete mit anderen die Zentrale Intelligenz Agentur und das Netzprojekt Riesenmaschine, das einen Grimme-Preis bekam. 2006 der Ingeborg-Bachmann-Preis für die Erzählung »Sie befinden sich hier«. Der Umweg war das Netz und die Kolumne, nicht das Seminar der Vollständigkeit. 2007 das Unwissenslexikon bei Rowohlt Berlin. Sie lektorierte Bücher von Wolfgang Herrndorf und schreibt weiter über Technik, als wäre Dummheit ein Experiment.
Wirkung
Passig hat die Lücke zur Form gemacht: Aale, Klebeband, dunkle Materie, Herbstlaub. Der Bachmann-Preis hat die Erzählerin bekannt gemacht; das Lexikon hat die Sachbuchautorin gezeigt, die These und Gegenthese stehen lässt, bis nichts übrigbleibt. Merck-Preis und Heinrich-Mann-Preis haben die Essayistin kanonisiert, ohne aus dem Unwissen eine Lehre zu machen.
Gelesen als Netzstimme, gebraucht als Geschenk der intelligenten Lücke: Wer nur die Klagenfurter Erzählung will, hat die zweiundvierzig Kapitel verfehlt. Wer nur das Staunen will, unterschlägt die Recherche, ohne die der Witz nicht trägt. Deggendorf die Herkunft; Berlin der Ort der Agentur.
Werke
In Auswahl außerdem: Verirren, Standardsituationen der Technologiekritik.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.