Autor:Joseph Roth

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Joseph Roth (1894–1939), in Brody in Galizien geboren, hat der untergehenden Habsburgermonarchie das Buch geschrieben, das neben Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften besteht – nur dass Roth erzählt, wo Musil denkt. Radetzkymarsch von 1932 ist der Abschied, wehmütig und unbestechlich.

Leben

Ostjüdische Kleinstadt, Wien, der Krieg, dann die Frankfurter Zeitung: Reisereportagen, Hotels, Schulden, Alkohol. Der Umweg ist die Monarchie als verlorene Form, nicht als Operette; Roth, der Sozialist gewesen war, wurde im Exil zum Trauerredner Österreich-Ungarns, weil die Alternative Hitler hieß. 1933 Paris, 1939 der Tod dort, bevor der nächste Krieg die Reste tilgte. Die Kapuzinergruft setzt den Marsch fort, schwächer und wissender.

Wirkung

Drei Generationen Trotta, vom Schlachtfeld bei Solferino bis in die Entleerung der Provinz: Roth zeigt den Zerfall nicht von den Palästen her, sondern von den Mitläufern, die dem Kaiser gedient haben und nichts anderes mehr können. Der Marsch spielt und kommt nicht voran. Das ist genauer als jede Kulturgeschichte des Untergangs.

Die Nachwelt hat ihn zum elegischen Österreicher gemacht und den Journalisten unterschlagen, der die Republik und die Flucht ohne Ende schon nüchterner gesehen hatte. Neben Stefan Zweig steht er als der Härtere: weniger Trost, mehr Kneipe, mehr Grenze. Wer nur die Wehmut nimmt, verfehlt den Satz, mit dem das Buch die Loyalität als Gewohnheit entlarvt, die tödlich ausläuft.

Werke

In Auswahl außerdem: Hiob, Die Kapuzinergruft, Die Flucht ohne Ende.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.