Autor:John Cleland

1709 1789
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John Cleland (1709–1789), in Surrey geboren, hat der Aufklärung den erotischen Briefroman geschrieben, den die Gerichte ein Jahrhundert lang für Unzucht hielten. Fanny Hill entstand im Schuldnergefängnis; Fanny erzählt einer Freundin ihr Leben als Prostituierte und besteht darauf, wahre Erfüllung gebe es nur in der Ehe aus Liebe.

Leben

Sohn eines Offiziers, Indien, Schulden, das Fleet-Gefängnis, wo 1748 und 1749 die Memoirs of a Woman of Pleasure entstanden. Der Umweg war diese Haft: Cleland schrieb das Buch, das ihn erneut in Haft brachte, weil die Kirche das »abscheuliche Buch« verlangte. Er lebte danach von Auftragsarbeit und starb in London, als Verfasser eines einzigen Skandals, den er selbst später verleugnete. Erst 1969 entschied der Bundesgerichtshof, es sei erotische Literatur, keine unzüchtige Schrift.

Wirkung

Neben der Deutlichkeit haben die moralisierende Rahmung, der Wechsel der Szenen und ein trockener Witz das Buch in der Literaturgeschichte gehalten. Cleland steht in der Aufklärung, die das größtmögliche Glück zum Maß macht, und behauptet, vollkommene Lust brauche geistige Liebe. Das ist weniger heuchlerisch, als es klingt, und weniger unschuldig, als der Schluss tut. Deutsche Übersetzungen gab es schon 1791; Ausgaben wurden beschlagnahmt, bis das Verbot fiel – in der Nachbarschaft der Prozesse um D. H. Lawrences Lady Chatterley.

Die Verfilmungen haben oft die Briefe in Schauwerte übersetzt und den Rahmen weggelassen. Der Roman ist ein Briefroman, kein Katalog. Wer ihn nur als verbotene Schrift liest, wiederholt die Anklage des achtzehnten Jahrhunderts. Wer ihn nur als tugendhafte Ehegeschichte liest, hat die Mitte nicht gelesen. Cleland hat beides ineinandergebaut, damit keines allein wahr wird.

Werke

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.