Autor:Jenny Erpenbeck

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Jenny Erpenbeck (1967–), in Ostberlin geboren, hat der untergegangenen DDR die Intimität zurückgegeben, ohne sie zur Kulisse zu machen. Kairos erhielt 2024 den Internationalen Booker-Preis als erstes ursprünglich deutschsprachiges Buch.

Leben

Tochter einer Gelehrtenfamilie, zuerst Regie an der Musikhochschule, dann Prosa: Die Bühne erklärt den Sinn für Stimmen und für den Augenblick, der umschlägt. Nach dem Ende der DDR schrieb sie weiter aus einer Herkunft, die andere für abgeschlossen hielten. Sie lebt in Berlin. Der günstige Augenblick, den der Titel Kairos nennt, ist in ihrem Leben die Wende – und in dem Roman die Falle einer Liebe, die 1986 beginnt.

Wirkung

Erpenbeck hat international durchgesetzt, was im deutschen Feuilleton oft als Ost-Stoff abgelegt wurde: dass eine Gesellschaft in der Zärtlichkeit und im Zwang überlebt, nicht erst in der Archivakte. Neben Juli Zehs Unterleuten – Dorf, Gegenwart, Westen im Osten – steht hier die Hauptstadt vor 1989, von innen. Macht zeigt sich als Alter, als Partei, als Verführung.

Die Preise haben das Buch zur Botschafterin gemacht, manchmal zum Beleg, den man braucht, ohne genau zu lesen. Die früheren Romane über Haus, Vertreibung und das Mittelmeer sind kühler konstruiert. Wer nur den Booker nimmt, verfehlt, dass Erpenbeck seit Heimsuchung dasselbe tut: Zeit in Räume legen, die länger dauern als die Staaten.

Werke

In Auswahl außerdem: Heimsuchung, Aller Tage Abend, Gehen, ging, gegangen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.