Autor:James George Frazer

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James George Frazer (1854–1941), in Glasgow geboren, hat aus der Bibliothek eine Welt der Rituale gebaut, die das 20. Jahrhundert nicht mehr loswurde. Der Der goldene Zweig ordnet Magie, sterbenden Gott und Königsheil auf einer Leiter, die heute verworfen ist – und speist trotzdem Dichtung, Psychoanalyse, das Bild vom Opfer.

Leben

Jurist, dann Cambridge, ein Gelehrtenleben ohne Feld. Der Umweg war Nemi: der Priesterkönig, der den Vorgänger töten muss, wurde zum Faden, an dem Frazer Erntefeste und Vegetationsgötter der Welt aufreihte. Von einem Band 1890 wuchs das Werk auf zwölf. Er starb in Cambridge. Die Welt hat er aus Berichten anderer gesehen; die Ordnung war die des britischen Weltreichs, das sich als Wissenschaft verstand.

Wirkung

Das evolutionistische Stufenschema Magie–Religion–Wissenschaft gilt als erledigt. Kulturen sind keine Vorstufen, das viktorianische Cambridge kein Ende der Leiter. Claude Lévi-Strauss hat im wilden Denken genau diese Leiter zerlegt. Die Wirkung war trotzdem enorm: Eliot, Freud, die Literatur des sterbenden Gottes haben den Stoff behalten, nachdem sie die Theorie verwarfen.

Wer Frazer nur als überholten Evolutionisten abtut, unterschlägt die Sammlung, ohne die das Jahrhundert ärmer an Bildern wäre. Wer ihn nur als Anreger der Dichter führt, unterschlägt, dass das Schema Herrschaft war: unten die „Wilden“, oben die Wissenschaft. Beides gehört zusammen. Der goldene Zweig bleibt das Buch, das falsch erklärt und unersetzlich gespeist hat.

Werke

In Auswahl außerdem: Totemismus und Exogamie, Die Folklore im Alten Testament, die Vorlesungen über die Furcht vor den Toten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.