Autor:Heinrich Institoris
Heinrich Institoris (um 1430–1505), Dominikaner aus Schlettstadt im Elsass, hat der Hexenverfolgung das Handbuch geliefert. Der Hexenhammer machte aus Aberglauben ein Verbrechen mit Verfahren, Folter und Urteil; auf dieser Systematik wurden in Europa zehntausende Menschen hingerichtet, überwiegend Frauen.
Leben
Heinrich Kramer, latinisiert Institoris, Inquisitor mit päpstlicher Vollmacht, scheiterte 1485 in Innsbruck: Der Bischof hob das Verfahren auf und verwies ihn des Landes. Das Buch von 1487 ist die Antwort eines Gescheiterten, der beim nächsten Mal keinen Zweifel mehr zulassen wollte. Ob der Ordensbruder Jakob Sprenger mitgeschrieben hat, gilt als zweifelhaft; den Namen hat Institoris gebraucht. Er starb in Olmütz.
Wirkung
Institoris hat verstreute Vorstellungen von Schadenzauber, Sabbat und Teufelspakt zu einem Verbrechenstyp verschmolzen und ein Verfahren geliefert, das Geständnisse erzwang. Die päpstliche Bulle vorn und die zurechtgebogene Kölner Zustimmung gaben dem Druck den Anschein der Amtsgewalt. Bis 1669 etwa dreißig Auflagen: Der Buchdruck war das Werkzeug.
Die Forschung sieht das Werk nicht mehr als alleinigen Auslöser; die Höhepunkte der Verfolgung lagen später, viele Gerichte arbeiteten mit anderen Handbüchern. Das entlastet den Autor nicht. Es gibt kaum ein zweites Buch, bei dem sich so genau zeigen lässt, was gedruckte Systematik anrichtet, wenn Behörden sie befolgen. Eine Neuausgabe ohne Apparat gehört nicht ins Regal.
Werke
- Der Hexenhammer (1487)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.