Autor:Gustav Radbruch

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Gustav Radbruch (1878–1949), in Lübeck geboren, hat vor 1945 das gesetzte Recht auch dort gelten lassen, wo es ungerecht schien – und danach die Formel nachgetragen, an der die deutsche Justiz hängt. Die Rechtsphilosophie ist beides: das relativistische Lehrbuch und die Gewissenswende.

Leben

Radbruch war Strafrechtler, sozialdemokratischer Reichsjustizminister der Weimarer Jahre, 1933 entlassen. Der Umweg ist 1945: Wer den Positivismus gelehrt hatte, musste sagen, ob ein Gesetz so unerträglich ungerecht sein kann, dass es Recht nicht mehr verdient. Die Fünf Minuten Rechtsphilosophie sind der kurze Schluss. Er starb in Heidelberg.

Wirkung

Radbruch hat Rechtsicherheit selbst für einen Wert gehalten, der Ungerechtigkeit ertragen lässt – bis zur Grenze, an der das Gesetz den Kern der Gerechtigkeit verleugnet. Die Formel hat Entnazifizierung und spätere Urteile gespeist, oft überdehnt. Gegen Kelsens Reinheit setzt er nach 1945 wieder die Gerechtigkeit; gegen die bloße Empörung setzt er die frühere Strenge, die man kennen muss, um die Wende zu verstehen.

Gelesen wird er als der Jurist, der umkehrte. Die Kritik hat die Formel für zu unbestimmt gehalten. Wer nur die fünf Minuten kennt, hat das Lehrbuch übersprungen; wer nur den Relativisten kennt, unterschlägt 1945.

Werke

In Auswahl außerdem: Fünf Minuten Rechtsphilosophie, Der Geist des englischen Rechts.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.