Autor:Ernst Forsthoff

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Ernst Forsthoff (1902–1974), in Laar geboren, hat den Staat der Industriegesellschaft als technischen Vorgang gelesen, der die Verfassung unterläuft. Der Staat der Industriegesellschaft von 1971 ist die späte Diagnose; 1933 hatte derselbe Verfasser Der totale Staat geschrieben.

Leben

Forsthoff, Schüler Carl Schmitts, lehrte in Frankfurt, Hamburg, Königsberg und Heidelberg, 1933 in der NSDAP. Der Umweg ist genau dieser Bruch: Wer den totalen Staat begrüßt hatte, dachte nach 1945 den Verwaltungsstaat, der Daseinsvorsorge leistet und die klassische Verfassung leer laufen lässt. Er starb in Heidelberg.

Wirkung

Forsthoff hat die Daseinsvorsorge zum Schlüssel der modernen Verwaltung gemacht: der Staat, der Strom, Verkehr, Versorgung organisiert, ist nicht mehr der Nachtwächter und nicht mehr der Verfassungslyriker. 1971 erscheint die Industriegesellschaft als Lage, in der Politik zur Steuerung wird. Gegen die Verfassungsromantik setzt er die Technik; gegen Schmitt die Verwaltung statt der Ausnahme.

Gelesen wird er als Verwaltungswissenschaftler, dessen frühes Buch belastet. Die Herkunft darf nicht beschönigt werden. Wer Forsthoff nur als Nazi-Juristen entsorgt, unterschlägt die Daseinsvorsorge, ohne die das Verwaltungsrecht der Bundesrepublik nicht zu haben ist; wer nur die Vorsorge rettet, unterschlägt 1933.

Werke

In Auswahl außerdem: Der totale Staat, Lehrbuch des Verwaltungsrechts.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.