Autor:C. Wright Mills

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C. Wright Mills (1916–1962), in Waco in Texas geboren, hat die Soziologie als Handwerk der Freiheit gegen die Verwaltung des Faches gestellt. Soziologische Phantasie heißt: die eigene Lebensgeschichte im Zusammenhang gesellschaftlicher Verhältnisse erkennen, private Schwierigkeiten als öffentliche Probleme lesen.

Leben

Katholische Kindheit, der Bruch mit der Kirche, Texas, Wisconsin, ab 1946 Columbia in New York. Der Umweg ist der Außenseiter auf dem Lehrstuhl: Mills wollte nicht der fröhliche Roboter der Nachkriegssoziologie sein, nicht Talcott Parsons’ Begriffstürme, nicht die geistlose Zahlenlese Paul Lazarsfelds. Motorrad, harte Prosa, die Machtelite aus Politik, Militär und Wirtschaft. Das Herz gab nach; 1962 starb er in Nyack, fünfundvierzigjährig.

Wirkung

Mills hat dem Fach die Zumutung gegeben, öffentlich zu bleiben oder aufzuhören, Soziologie zu sein. Theorie ohne Welt und Welt ohne Theorie erzeugen denselben Spezialisten, auftragsabhängig, unempfindlich gegen die Demokratie. Die Phantasie, die er verlangt, ist keine Schwärmerei, sondern die Verschränkung von Biographie und Geschichte. Wer arbeitslos ist, erlebt ein Unglück; die Phantasie erkennt die Rate, die Politik, den Markt. Eine Fachumfrage setzte das Buch 1997 hinter Max Webers Wirtschaft und Gesellschaft auf den zweiten Platz der einflussreichsten soziologischen Werke des Jahrhunderts. In Deutschland kam der Text verspätet und erst 2016 unter dem richtigen Titel an.

Die eine Seite fand ihn nicht wissenschaftlich genug, die andere nicht marxistisch genug; dazwischen zog die Systemtheorie vorbei. Stephan Lessenich hat ihn als den Soziologen gewürdigt, der Kritik und Öffentlichkeit am entschiedensten zusammenzwang. Wer Mills nur als Polemiker gegen Parsons liest, unterschlägt das Handwerk, das der Anhang lehrt: so schreiben, dass die eigene Vorstellung kenntlich bleibt. Wer ihn nur als Kronzeugen der Neuen Linken nimmt, unterschlägt, dass er Liberalismus und Marxismus für unzureichend hielt, die Lage nach dem Krieg zu fassen. Geblieben ist die Unterscheidung von privater Not und öffentlichem Problem – und die Behauptung, beides in einem Satz zu denken.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Machtelite, Menschen im Büro.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.