Aufklärung
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Aufklärung |
| Autor(en): | Steffen Martus |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2015 |
| Seitenanzahl: | 1033 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3871347167 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783871347160 |
| Schlagwörter: | Aufklärung, 18. Jahrhundert, Vernunft, Öffentlichkeit |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturgeschichte |
| Rezensionen | |
Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert – ein Epochenbild ist das 2015 erschienene Buch von Steffen Martus. Es erzählt das Jahrhundert nicht als Siegeszug der Vernunft, sondern als Streit um Ordnung: zwischen Staat und Schrift, Zensur und Markt, Empfindsamkeit und Kritik.
Inhalt
Martus setzt früh ein, bei den Umbrüchen nach 1700, und führt durch ein deutsches 18. Jahrhundert, das viele Territorien und eine wachsende Öffentlichkeit hat. Die Aufklärung spielt sich in Zeitungen und Moralischen Wochenschriften ab, unter neuen Leserinnen, Gelehrten und Beamten. Sie geschieht in Institutionen, nicht nur in Köpfen. Der Staat nützt die Vernunft und zensiert sie. Der Markt verkauft Tugend und Skandal. Literatur ist Teil dieses Zusammenhangs, nicht dessen Schmuck.
Das Buch ist ein Epochenbild, kein Personenlexikon. Lessing, Kant, die Popularphilosophie, die Theologie, die Dichtung kommen vor, aber als Stimmen in einem Feld. Martus zeigt, wie dramatisch sich Lebensläufe, Wissensformen und der Anspruch ändern, verständlich zu schreiben. Empfindsamkeit ist keine weiche Gegenspielerin der Vernunft, sondern eine andere Arbeit am Selbst. Die Aufklärung bleibt unfertig, streitig, oft komisch in ihrem Ernst.
Martus erzählt auf mehr als tausend Seiten und will lesbar bleiben, ohne dass man das Handbuch danebenlegen muss. Der Ton ist ruhig, genau, ohne die Pointe um jeden Preis. Wer eine einzige These sucht, findet eher eine Haltung: Die Epoche wird größer, wenn man sie als ganzen Zusammenhang liest, nicht als Vorlauf zur Klassik oder als Fußnote der Französischen Revolution.
Einordnung
2015 wurde Martus für sein wissenschaftliches Werk mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet; das Epochenbuch ist die öffentliche Summe dieser Arbeit. Die Germanistik hat damit ein Panorama, das Fachfremde lesen können. Die Kritik lobte die Fülle und vermisste die Zuspitzung. Das Buch will zeigen, nicht auf eine Formel bringen. Wer nach 2015 das deutsche 18. Jahrhundert in einem Band sucht, findet hier die gegenwärtige Erzählung der Epoche – neben älteren Handbüchern, die man nun anders aufschlägt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
