Anmerkungen zur Definition von Kultur
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Anmerkungen zur Definition von Kultur |
| Autor(en): | T. S. Eliot |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | Notes towards the Definition of Culture |
| Verlag: | Faber and Faber |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1948 |
| Seitenanzahl: | 124 Seiten |
| Originaltitel: | Notes towards the Definition of Culture |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 0571068338 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9780571068333 |
| Schlagwörter: | Kultur, Klasse, Kult, Überlieferung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kulturwissenschaft |
| Rezensionen | |
Anmerkungen zur Definition von Kultur ist die deutsche Bezeichnung der 1948 bei Faber and Faber in London erschienenen Schrift von T. S. Eliot. Der Originaltitel lautet Notes towards the Definition of Culture. Der Dichter schreibt den Konservatismus als Kulturtheorie: Kultur braucht Klassen, Kult und eine Überlieferung, die nicht demokratisch abzustimmen ist.
Inhalt
Eliot behauptet, dass Kultur nicht gemacht wird wie ein Plan und nicht verteilt wird wie ein Gut. Sie wächst in Familien, in Regionen, in einer Schichtung, die Unterschiede erhält, und in einem religiösen Kult, der dem Alltag ein Maß gibt. Eine Gesellschaft, die alle ererbten Formen der Abstimmung unterwirft, schleift genau das ab, was Kultur war: nicht den Geschmack Einzelner, die gemeinsame Form. Der Angriff gilt der Nivellierung, nicht der Freiheit im engen Sinn der Meinungen.
Das Buch ist kurz, anstößig, ein Gegenstück zu Woolfs Zimmer: der Raum, den Eliot meint, ist der der Liturgie, der Klasse, der ererbten Sprache. Wer The Waste Land geschrieben hatte, schreibt hier gegen die Vorstellung, Kultur sei der Zugang aller zu denselben Gütern. Bildungspolitik, die Elite durch Prüfung ersetzt und Herkunft durch Verdienst, erscheint ihm als Missverständnis dessen, was eine Kultur trägt. Der Nobelpreis desselben Jahres galt der Dichtung; die Schrift ist die Politik dieser Dichtung.
Die Kritik hat Klassen und Kult für Restauration gehalten, und der Text gibt ihr Stoff. Eliot kennt die Härte und nimmt sie in Kauf. Wer ihn nur als Lyriker kennt, hat diese Politik der Kultur nicht gelesen; wer nur die Politik kennt, unterschlägt, dass sie aus dem Vers kommt, aus der Behauptung, Form sei nicht verhandelbar. Die Anmerkungen bleiben Anmerkungen: keine Soziologie, eine Definition, die ausschließt, um zu bestimmen.
Einordnung
In Konservative Werke des 20. Jahrhunderts steht die Schrift als Kulturtheorie neben Kirks Ahnenreihe und Gadamers Hermeneutik. Matthew Arnold hatte Kultur als das Beste gedacht, das gedacht und gesagt worden ist; Eliot denkt sie als Leben einer Gesellschaft, das dieses Beste erst möglich macht. Aufnahme ist keine Einladung, Klasse zum Programm zu machen – sie ist die Feststellung, dass dieser Konservatismus so geschrieben hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
