A Child’s History of England

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: A Child’s History of England
Autor(en): Charles Dickens
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag:
Serie:
Erscheinungsjahr: 1851
Seitenanzahl: 500 Seiten
Originaltitel: A Child’s History of England
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 1853260568
ISBN-13/

EAN-Code:

9781853260568
Schlagwörter: England, Könige, Gewalt, Kindheit
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen
Umschlag

A Child’s History of England ist die von Januar 1851 bis Dezember 1853 in neununddreißig Folgen in Dickens’ Zeitschrift Household Words erschienene Geschichte der britischen Inseln von der Vorzeit bis zur Glorious Revolution, 1852 bis 1854 bei Bradbury and Evans in drei Bänden. Charles Dickens wollte, dass sein ältester Sohn keine konservative und hochkirchliche Weltsicht annehme. Er war kein Historiker; die Stoffgrundlage lieferten populäre Werke wie Thomas Keightleys und David Humes Geschichten. Das Buch ist parteilich, blutig und auf die Ungerechtigkeit der Vergangenheit gerichtet. Jahrzehntelang diente es an britischen Schulen als Lehrbuch, obwohl die Kritik es von Anfang an ablehnte.

Inhalt

Dickens schreibt gegen das Bild der guten alten Zeit, gegen ritterliche Verklärung und gegen eine Kirchengeschichte, die Priesterherrschaft als Ordnung ausgibt. Schon die keltischen Druiden verwirft er wegen der Menschenopfer, fast alle Herrscher wegen Grausamkeit, Eitelkeit oder Schwäche. Heinrich VIII. erscheint als Fleck von Blut und Fett auf der englischen Geschichte, Jakob I. als „Seine Sauheit“. Nur Alfred der Große und der republikanische Lord Protector Oliver Cromwell gelten als gute Regenten. Die Vergangenheit ist auf beinahe jeder Seite gewalttätig; Gillian Avery hat die makabre Häufung hervorgehoben. Übernatürliches behandelt Dickens als Märchen zur Ausbeutung der Ignoranten. Die Reformation habe das Volk von der Sklaverei unter den Priestern befreit. Bei 1688 bricht die Erzählung ab, weil das Folgende in einem solchen Buch weder einfach zu erklären noch zu verstehen sei; bis zur Krönung Victorias folgt nur ein knapper Ausblick.

Die Behauptung, Geschichte sei die Leidensgeschichte des gemeinen Volks unter schlechten Königen, entfaltet sich an Dynastien und Schlachten, selten an Wirtschaft und Alltag. Dickens verweist auf die einfachen Leute, die in den Kriegen starben, während adlige Gefangene freigekauft wurden. Cromwell erscheint als tugendhafter Bürger gegen königliche Vorgänger und Nachfolger. Beliebtheit von Richard III. oder Heinrich VIII. im Volk führt Dickens auf Angst zurück, nicht auf Zustimmung. Echte Umsturzversuche wie den Bauernaufstand von 1381 mildert er für das viktorianische Publikum; die Geschichte wird zur Fabel von Schurken und Opfern, nicht zur Revolution. Stammbäume fehlen, die königlichen Linien verwirren. Das Buch wollte das Volk in den Mittelpunkt rücken und bleibt im Labyrinth der Kronen.

Unsicher wird die Parteinahme, wo sie Tatsachen biegt, um die Weltanschauung zu halten. Rosemary Jann hat die Parteilichkeit eine Peinlichkeit genannt und die Gewaltszenen als Mittel der Abwertung gelesen. Elizabeth Penrose und Maria Callcott boten dem Kind tatsächlich eine Geschichte des Volks; Dickens bot Könige, die man hassen soll. Gegenposition ist jede Historie, die Institutionen, Wirtschaft und lange Dauer ernst nimmt, und jede, die Cromwell nicht heiligt. Dickens umgeht, was nicht in das Schema von Vorwärtsgewandten unten und Blut oben passt. Die literarische Kraft, die seine Romane trägt, wird hier zur Anklage ohne Geduld. Das Kind soll nicht bewundern. Es soll durchschauen – und durchschaut vor allem Dickens’ Hass.

Einordnung

Das Werk steht am Rand des Dickens-Kanons und doch lange im Schulzimmer. Es zeigt denselben Gegensatz von Oberschicht und Unterschicht wie die Romane, ohne deren Vielstimmigkeit. Zeitgenössische und heutige Literaturwissenschaft haben es zumeist verworfen; das Publikum trug es. Eine deutsche Standardausgabe hat sich nicht durchgesetzt, der Originaltitel blieb. Neben Humes philosophischer Historie und der viktorianischen Kinderhistorie ist es der polemische Sonderweg eines Romancier. Wer Dickens’ Politik sucht, findet sie hier unverhüllter als in den Romanen, und roher.

Das Missverständnis wäre, ein zuverlässiges Schulbuch oder eine geheime Meisterschaft zu erwarten. Es ist Tendenzprosa für das eigene Kind und für die Leser von Household Words, geschrieben gegen Tory und Hochkirche. Die Betonung der Gewalt sollte die Vergangenheit entzaubern und hat sie oft nur zum Schauerstück gemacht. Nach 1854 ging England weiter; das Buch blieb bei 1688 stehen, als wäre die konstitutionelle Ordnung das Ende der Erklärbarkeit. Dickens hat die Könige vom Sockel geholt. An ihre Stelle hat er nicht das Volk gesetzt, sondern die Empörung. Die Empörung ist aufrichtig. Als Geschichte reicht sie nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.