Die magischen Kanäle

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Version vom 18. August 2026, 12:32 Uhr von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (Diskussion | Beiträge) (Neuer Artikel: Werkeintrag (Kindler geprueft, neu formuliert).)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die magischen Kanäle
Autor(en): Marshall McLuhan
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Verlag der Kunst
Serie:
Erscheinungsjahr: 1964
Seitenanzahl: 400 Seiten
Originaltitel: Understanding Media
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3364003084
ISBN-13/

EAN-Code:

9783364003083
Schlagwörter: Medium, Botschaft, Elektrizität, Wahrnehmung
Sachgebiete: Sachbuch, Gesellschaftstheorie
Rezensionen

Die magischen Kanäle (englisch Understanding Media. The Extensions of Man) ist die 1964 erschienene Studie von Marshall McLuhan. Der Satz, der daraus blieb, lautet: Das Medium ist die Botschaft.

Inhalt

McLuhan, Literaturprofessor in Toronto, behauptet, nicht der Inhalt eines Mediums verändere die Gesellschaft, sondern das Medium selbst: die Schrift, der Buchdruck, die Elektrizität, das Fernsehen. Jedes Medium sei eine Erweiterung des Körpers – das Rad des Fußes, die Schrift des Auges, das Netz des Nervensystems. Heiße Medien (Radio, Film) seien satt an Daten und ließen wenig teilhaben; kühle (Fernsehen, Telefon) seien arm und zwängen zur Mitarbeit. Die Einteilung ist grob und hat die Debatte trotzdem bestimmt.

Der Buchdruck habe den westlichen Menschen vereinzelt, linear, innerlich gemacht; die elektrischen Medien holten den Stamm zurück, das globale Dorf, in dem alles zugleich geschieht. McLuhan schreibt sprunghaft, in Sprüchen, mit Zitaten aus Shakespeare und Reklame. Er ist weder kulturpessimistisch im Sinn Adornos noch fortschrittsgläubig: Er will wahrnehmen, was die Kanäle mit der Wahrnehmung machen.

Das Buch ist die Summe zu The Gutenberg Galaxy von 1962. Zusammen haben sie die Medienwissenschaft aus der Philologie gelöst.

Einordnung

In den sechziger Jahren war McLuhan Star und Scharlatan zugleich. Neben Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Dialektik der Aufklärung steht er als der andere große Medienkritiker – einer, der das Fernsehen nicht nur als Kulturindustrie las, sondern als neue Sinneordnung. Das Internet hat das globale Dorf wörtlicher gemacht, als McLuhan es meinen konnte. Wer heute sagt, das Medium sei die Botschaft, zitiert ihn, oft als Schlagwort; das Buch ist unbequemer als das Schlagwort.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.