Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen
Autor(en): Thomas S. Kuhn
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1962
Seitenanzahl: 264 Seiten
Originaltitel: The Structure of Scientific Revolutions
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518279810
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518279816
Schlagwörter: Paradigma, Wissenschaft, Umbruch, Normalwissenschaft
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen

Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (englisch The Structure of Scientific Revolutions) ist der 1962 erschienene Essay von Thomas S. Kuhn. Wissenschaft wächst nicht stetig, indem sie Irrtümer streicht; sie stürzt um, wenn ein Paradigma das andere ablöst.

Inhalt

Kuhn unterscheidet Normalwissenschaft und Revolution. In der Normalwissenschaft arbeiten Forscher in einem Paradigma: einem Satz von Beispielen, Methoden, Rätseln, die als lösbar gelten. Anomalien häufen sich, bis die Krise da ist. Dann tritt ein neues Paradigma auf – Kopernikus gegen Ptolemaios, Lavoisier gegen die Phlogistonchemie, Einstein gegen Newton –, das die Welt nicht besser misst, sondern anders schneidet. Der Übergang ist kein Beweis im Sinn der Logik; er gleicht der Bekehrung.

Der Streit mit Karl Popper ist der Motor des Buches. Popper hatte die Wissenschaft als stetige Falsifikation gedacht. Kuhn zeigt an der Geschichte, dass Forscher Anomalien zuerst wegstecken und dass rivalisierende Paradigmen aneinander vorbeireden, weil sie andere Dinge für Tatsachen halten. Objektivität fällt dadurch nicht aus; sie wird zur Leistung einer Gemeinschaft, nicht zur Eigenschaft eines einzelnen Satzes.

Das Wort Paradigma ist seither aus der Physik in jede Debatte gewandert, oft als Schlagwort. Bei Kuhn ist es präzise: das, was eine Forschungsgemeinschaft ohne weiteren Beweis teilt.

Einordnung

Kaum ein wissenschaftstheoretisches Buch hat außerhalb der Zunft so sehr die Sprache verändert. Neben Poppers Logik der Forschung und Paul Feyerabends späterem Angriff steht Kuhn als der Historiker, der der Wissenschaft ihre Revolutionen zurückgab. Wer heute von einem Paradigmenwechsel spricht, spricht – oft ohne es zu wissen – in Kuhns Wörtern.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.