Radetzkymarsch
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Radetzkymarsch |
| Autor(en): | Joseph Roth |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1932 |
| Seitenanzahl: | 464 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3462037269 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783462037265 |
| Schlagwörter: | Habsburg, Niedergang, Militär, Familie |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Radetzkymarsch ist der 1932 erschienene Roman von Joseph Roth. Am Schicksal dreier Generationen der Familie Trotta zeigt er den Zerfall der Habsburgermonarchie – nicht von den Palästen her, sondern von den Mitläufern.
Inhalt
In der Schlacht von Solferino 1859 wirft der slowenische Leutnant Joseph Trotta den Kaiser zu Boden und fängt die Kugel, die Franz Joseph galt. Er wird geadelt, zum Helden von Solferino gemacht, in die Schulbücher geschrieben. Der Held selbst hasst die Legende, verlangt eine Richtigstellung und zieht sich aufs Land zurück. Der Sohn, Distriktshauptmann in der Provinz, dient dem Kaiser mit einer Treue, die kein Glück kennt.
Der Enkel Carl Joseph wird Offizier, weil die Familie nichts anderes vorsieht. Er dient in garnisonierten Löchern, trinkt, spielt, liebt die Frau eines Unteroffiziers, später die des Distriktshauptmanns, versagt in den kleinen Ehrenhändeln und begreift, dass das Reich, dem er dient, hohl geworden ist. Der Kaiser erscheint als müder alter Mann. Der Radetzkymarsch, den die Kapelle spielt, ist die Melodie einer Ordnung, die niemand mehr glaubt und alle noch aufführen.
1914 stirbt Carl Joseph an der Front, sinnlos, bei einer Brunnenwache. Der Vater überlebt ihn kurz. Das Reich geht unter, ohne dass der Roman die große Politik braucht: Es reicht, dass die Trottas ihre Pflicht tun und dabei leer werden.
Einordnung
Roth, aus Brody in Galizien, hat der untergehenden Donaumonarchie das Buch geschrieben, das neben Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften besteht – nur dass Roth erzählt, wo Musil denkt. Radetzkymarsch ist der Abschiedsroman Kakaniens: wehmütig und unbestechlich. Wer Österreich-Ungarn in der Literatur sucht, findet hier nicht die Operette, sondern den Marsch, der nicht mehr vorankommt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.