Tagebuch eines Verrückten
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Tagebuch eines Verrückten |
| Autor(en): | Lu Xun |
| Originaltitel: | 狂人日記 |
| Originalsprache: | chinesisch |
| Erstveröffentlichung: | 1918 |
| Schlagwörter: | Kannibalismus, Tradition, Mai, Vernunft |
| Sachgebiete: | Erzählung |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | projektverlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 24 Seiten |
| ISBN: | 9783897334984 |
| Verweise | |
Tagebuch eines Verrückten (chinesisch Kuangren riji) erschien 1918 in der Neuen Jugend und eröffnete den Band Sturm (Nahan) von 1923. Lu Xun lässt einen Mann in den klassischen Büchern das Wort »Menschenfressen« lesen: Die Tradition ist Kannibalismus, die Rettung der Kinder die einzige Pflicht. Das Buch – die Erzählung als Auftakt des modernen chinesischen Prosawerks – hat der Revolution die literarische Urszene gegeben. Ein Lu Xun; Call to Arms ist der Sammelband, hier steht die Erzählung, die ihn trägt.
Inhalt
Der Verrückte führt Tagebuch, die Familie erklärt ihn für krank, er sieht in jeder Höflichkeit den Appetit. Lu Xun, ausgebildet in Japan, schreibt gegen die klassische Prosa, in der Volkssprache, und gegen die Hoffnung, Reform reiche, wo die Bücher selbst fressen. Gegen Suns Prinzipien setzt er den Schrei. Gegen Snows Helden in Yan’an setzt er den Kranken in der Familie. Gegen Mao, der ihn später zum Vorbild der Kulturrevolution machte, steht ein Text, der jede Herrschaft fressen sieht, auch die neue. Die Ironie, dass der Staat den Antitraditionalisten zur Tradition machte, gehört zur Wirkung.
Wer nur den Mai 1919 sucht, hat die Erzählung von 1918 nicht gelesen, die ihn vorbereitet. Wer nur den Kannibalismus als Metapher sucht, unterschlägt die medizinische Schärfe: Lu Xun hatte Medizin studiert und die Literatur für die wirksamere Kur gehalten. Die späteren Erzählungen – A Q, die wahre Geschichte – bleiben Nachbarn. Hier steht der Auftakt. Die Grenzen liegen in der Kürze, die ein ganzes Erbe anklagt, und in der Vereinnahmung, die den Schrei zur Losung machte.
Dikötter wird den Hunger der fünfziger Jahre als Tatsache zählen; Lu Xun hatte den Hunger der Tradition als Bild gesetzt. Beides trifft China; es ist nicht dasselbe Buch. Die Revolution hat den Verrückten gebraucht und ihn geheilt, indem sie ihn kanonisierte – die schlechtere Heilung.
Einordnung
Lu Xun hat der chinesischen Revolution die Erzählung hinterlassen, ohne die Sun Programm und Mao Losung bliebe. Neben den drei Prinzipien und den Worten des Vorsitzenden steht dieser Band als die Behauptung, dass Tradition frisst. Die Wirkung reicht in jede moderne chinesische Prosa. Wer nach 1918 Rettung der Kinder sagt, spricht Lu Xun. Der Sturm-Band liegt um die Erzählung; der Slot ist die Urszene.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
