Mysterium buffo

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Wladimir Majakowski · 1918 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Mysterium buffo
Autor(en): Wladimir Majakowski
Originaltitel: Мистерия-буфф
Originalsprache: russisch
Erstveröffentlichung: 1918
Schlagwörter: Revolution, Theater, Futurismus, Agitation
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag:
Umfang dieser Ausgabe: 120 Seiten
ISBN:
Verweise


Mysterium buffo (russisch Мистерия-буфф) ist das 1918 uraufgeführte Revolutionsstück Wladimir Majakowskis, 1921 umgeschrieben, ein geistliches Spiel, das die Sintflut proletarisch wendet: Die Reinen und die Unreinen, die Arche, die Hölle, das Paradies, das sich als Sowjetordnung entpuppt. Das Buch hat der Revolution das futuristische Theater gegeben – laut, plakativ, gegen Bloks Schnee und gegen das bürgerliche Parkett.

Inhalt

Majakowski schreibt Verse, die geschrien werden wollen. Die Unreinen, Arbeiter, siegen über die Reinen, die Besitzenden; die alte Religion wird zur Posse, die neue zur Arbeit, die den Himmel auf die Erde holt. Meyerhold inszenierte, die Bühne wurde zur Versammlung, das Publikum zum Chor. Gegen Bloks Christus, der den Zwölf vorangeht, setzt Majakowski den Spott, der Christus nicht braucht, weil die Klasse selbst das Heil ist. Gegen Reeds Reportage setzt er die Allegorie, die keine zehn Tage braucht, weil sie das Schema der Welt umstülpt.

Das Stück ist Agitation und Kunst in einem, unbequem für beide Ansprüche. Die Futuristen wollten die Form sprengen; die Partei wollte die Form als Trichter. Majakowski diente und barst. 1930 der Freitod; das Stück blieb, umgeschrieben, ein Dokument der Jahre, in denen Theater Revolution sein sollte, nicht deren Abbild. Wer nur die Plakate kennt, hat die Sintflut nicht gelesen, in der die Komik genauer ist als die Losung. Wer nur die Losung sucht, unterschlägt den Futuristen, der Wörter zerschlug, bevor er sie der Partei gab.

Trotzki hat Majakowski später als Stimme der Revolution gewürdigt und die Gefahr gesehen, dass Agitation die Kunst frisst. Stalin hat ihn postum kanonisiert, was Majakowski nicht mehr widersprechen konnte. Das Buch steht am Anfang dieser Bahn: 1918 der Furor, noch nicht das Denkmal. Neben den Zwölf ist Mysterium buffo der andere Ton desselben Jahres – Marsch gegen Schnee, Plakat gegen Rätsel. Die Nachwelt braucht beide, um 1918 nicht zur einzigen Stimme zu machen.

Einordnung

Majakowski hat der russischen Revolution das Theater hinterlassen, das sie als Welttheater wollte. Neben Blok, Reed und Trotzki steht dieses Stück als die laute Form, die keine Mehrdeutigkeit sucht und sie trotzdem erzeugt, wo die Posse die Lehre überholt. Die Wirkung reicht in jede spätere Agitprop und in jede Debatte über Kunst, die dient. Wer nach 1918 Revolution sagt und Bühne meint, spricht Majakowski. Das Denkmal hat den Furor nicht ersetzt; es hat ihn verwaltet.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.