Große Depression und Bismarckzeit

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Hans Rosenberg · 1967 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Große Depression und Bismarckzeit
Autor(en): Hans Rosenberg
Originaltitel: Große Depression und Bismarckzeit. Wirtschaftsablauf, Gesellschaft und Politik in Mitteleuropa
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1967
Schlagwörter: Depression, Bismarck, Interessen, Konjunktur
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: de Gruyter


Umfang dieser Ausgabe: 301 Seiten
ISBN: 9783111769349
Verweise


Große Depression und Bismarckzeit. Wirtschaftsablauf, Gesellschaft und Politik in Mitteleuropa ist die 1967 erschienene Studie von Hans Rosenberg über die lange Deflation nach 1873 als Formationsphase der Interessenpolitik, die das Kaiserreich prägte. Rosenberg, aus dem amerikanischen Exil zurückwirkend, bindet Konjunktur, Schutzzoll und Sammlung aneinander: Die Große Depression ist keine bloße Krise der Kurse, sondern ein Umbau der Gesellschaft. Das Buch ist der wirtschaftsgeschichtliche Pol Bielefelds, geschrieben von einem, der nicht in Bielefeld lehrte.

Inhalt

Rosenberg datiert die politische Ökonomie des Kaiserreichs nicht auf 1871, sondern auf den Gründerkrach und die folgenden Jahre fallender Preise. Landwirtschaft und Industrie suchen Schutz; der Staat liefert Zölle, Subventionen, Feindbilder. Die Depression erzeugt die Interessenverbände, die Wehler später als Herrschaftskartell lesen wird. Bismarck erscheint nicht als Genius der Außenpolitik, sondern als Manager dieser Lage. Wer nur die Reichsgründung kennt, unterschlägt das Jahrzehnt, in dem aus Liberalismus Sammlung wurde.

Die Darstellung verbindet Konjunkturverlauf, Verbandsgeschichte, die politische Rede. Rosenberg schreibt gegen eine Politikgeschichte, die Wirtschaft als Hintergrund behandelt, und gegen eine Ökonomie, die Politik als Störung behandelt. Die lange Welle, die er aus der älteren Forschung nimmt, wird zur sozialen Tatsache. Die Kritik hat die Depression für zu glatt als Epoche, die Kausalität von Preise zu Politik für zu direkt gehalten. Geblieben ist der Schnitt: 1873 gehört in die politische Geschichte wie 1871.

Das Buch ist ein Essay in der Länge einer Monographie, klarer als viele Bielefelder Wälzer, amerikanisch in der Kürze. Es hat der Gesellschaftsgeschichte die Konjunktur gegeben, die Kehr an der Flotte und Kocka am Krieg anders schnitten. Wer Rosenberg nur als Exilhistoriker der Bürokratie kennt, unterschlägt die Depression; wer nur die Konjunktur kennt, unterschlägt, dass er Herrschaft als Antwort auf Preise las.

Einordnung

Rosenberg hat der Bielefelder Schule die wirtschaftsgeschichtliche Schwelle geliefert, ohne ihr Mitglied zu sein. Neben Kehr und Wehler steht die Depression als der Text, der Bismarckzeit und Marktbewegung zusammenzwingt. Die Alltagsgeschichte hat Konjunkturen oft für zu grob gehalten; 1967 bleibt die Auskunft, dass Preise Politik machen. Wer Gesellschaftsgeschichte nur als Klassenlage kennt, hat die lange Deflation nicht gelesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.