Economic Policy for a Free Society

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Henry C. Simons · 1948 · Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: Economic Policy for a Free Society
Autor(en): Henry C. Simons


Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1948
Schlagwörter: Wettbewerb, Geld, Steuer, Freiheit
Sachgebiete: Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: University of Chicago Press


Umfang dieser Ausgabe: 325 Seiten
ISBN:
Verweise


Economic Policy for a Free Society ist der 1948 postum erschienene Aufsatzband von Henry C. Simons, das politische Testament der älteren Chicagoer Schule vor Friedman. Simons will den Markt durch harte Regeln schützen: gegen Monopole, gegen Ermessen der Zentralbank, gegen eine Steuer, die Investition erstickt. Freiheit ist hier nicht das Laissez-faire der Konzerne, sondern eine Ordnung, die Macht zerstreut. Das Buch steht zwischen Knights Theorie und Friedmans Programm.

Inhalt

Simons, der 1946 starb, hatte in den dreißiger Jahren gegen die Planung und gegen die ungeregelte Konzentration geschrieben. Der Band sammelt die Essays über Geldregeln, progressive Besteuerung, die Zerschlagung von Monopolen, die Absage an den New Deal als Dauerzustand. Im Gegensatz zur späteren Chicagoer Milde gegenüber großen Firmen bleibt Simons ein Trustbuster: Wirtschaftliche Macht ist politische Macht und gehört zerschnitten. Zugleich verlangt er eine Geldverfassung, die der Behörde das Ermessen nimmt – Regeln statt Diskretion, ein Motiv, das Friedman später vereinfacht hat.

Die Prosa ist scharf, oft moralisch, näher am Pamphlet als an Knights Dissertation. Simons schreibt als Lehrer der Juristen und Ökonomen in Chicago, der die Krise der dreißiger Jahre nicht mit mehr Verwaltung beantworten wollte, sondern mit einer anderen Verfassung des Marktes. Wer ihn nur als Vorläufer Friedmans liest, unterschlägt die Härte gegen das Großunternehmen; wer nur den Antimonopolisten kennt, unterschlägt die Geldregel. Die Schule hat nach 1950 den ersten Teil oft weicher, den zweiten lauter gemacht.

Der postume Band hat die Linie sichtbar gehalten, die sonst in Zeitschriften verstreut blieb. Die New Chicago um Stigler und Posner hat Regulierung als Beute gelesen; Simons wollte Regulierung gegen Macht, nicht als Beute. Diese Spannung gehört zur Geschichte der Schule, nicht an ihren Rand. Wer Chicago nur als Apologie der Konzerne kennt, hat 1948 nicht gelesen.

Einordnung

Simons hat der Chicagoer Schule das Gewissen der Ordnung gegeben, bevor die Marktrhetorik der siebziger Jahre es überdeckte. Knight war der Theoretiker, Simons der Politiker der Regeln, Friedman der Öffentliche. Die deutsche Ordnungsökonomik hat in ihm einen Verwandten Euckens gesehen, oft genauer als Chicago selbst. Neben dem Weg zur Knechtschaft steht dieser Band als das amerikanische Programm, Freiheit durch Zerstreuung der Macht zu sichern – nicht durch Vertrauen in die Größe.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.