Sandro Mezzadra (geb. 1963), in Italien geboren, hat die Grenze nicht als Linie, sondern als Methode gelesen: Kapital, Arbeit, Recht entstehen im Durchqueren. Mit Brett Neilson schrieb er Border as Method.
Leben
Politische Theorie, Bologna, die Operaismus-Tradition, die Migrationskämpfe des Mittelmeers. Der Umweg über die Bewegung erklärt das Werk: Wer gesehen hat, dass Grenzen produzieren, was sie ausschließen, schreibt keine bloße Ethik des Willkommens. Mezzadra lehrt in Bologna. Die Prosa bleibt marxistisch, ohne den Staat als einziges Subjekt zu führen.
Wirkung
Mezzadra hat mit Neilson die Grenzforschung aus der Geographie in die Kritik der politischen Ökonomie geholt. Grenze als Methode heißt: Multiplikation, Differential, die Herstellung von Arbeitskraft auf ungleichen Skalen. Seminare nach 2013 haben den Band zum Kanon der Migrationsforschung gemacht.
Die Kritik nannte das zu abstrakt, zu wenig Ethnographie. Wer Mezzadra nur als Grenztheoretiker liest, unterschlägt den Operaisten. Wer nur die Festung Europa kennt, unterschlägt, dass hier die Grenze global gedacht wird, nicht nur mediterran.
Werke
- Border as Method (2013)
Ideen
Migration (zentral)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.