Erinnerungsräume
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Erinnerungsräume |
| Autor(en): | Aleida Assmann
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1999 |
| Schlagwörter: | Gedächtnis, Archiv, Kanon, Raum |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kulturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | C.H. Beck
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| Umfang dieser Ausgabe: | 424 Seiten |
| ISBN: | 9783406729904 |
| Verweise | |
Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses ist das 1999 bei C.H. Beck erschienene Buch von Aleida Assmann. Wo Jan Assmanns Das kulturelle Gedächtnis die frühen Hochkulturen und den Kult nimmt, nimmt Aleida Assmann Literatur, Archiv, Museum, die Medien der Moderne – und die Räume, in denen Erinnerung gelagert, gezeigt, vergessen wird.
Inhalt
Assmann unterscheidet Speicher- und Funktionsgedächtnis: was eine Kultur bereithält, ohne es ständig zu brauchen, und was sie aktiv in Identität umsetzt. Kanon und Archiv sind nicht dasselbe; das Archiv bewahrt, was der Kanon ausschließt, und bleibt politisch, weil Zugang und Ordnung entschieden werden. Räume – Palast, Bibliothek, Gedenkstätte, Ruine – sind keine Metaphern fürs Gedächtnis, sie sind seine Technik. Schrift, Bild, Körper tragen unterschiedlich; Trauer und Triumph gehorchen anderen Zeitmaßen. Das Buch ist literaturwissenschaftlich grundiert und kulturwissenschaftlich ausgegriffen, mit Fällen von der Antike bis zur Nachkriegsmoderne, ohne die Shoah zum einzigen Horizont zu machen und ohne sie zu umgehen.
Die Unterscheidungen sind seither in Museen und Seminaren zu Werkzeug geworden, oft glatter, als sie gebaut sind. Wer Aleida Assmann nur aus Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur kennt, trifft hier das grundlegendere Organon, aus dem die spätere Intervention kommt. Wer nur Jan Assmann kennt, unterschlägt die philologische und raumtheoretische Hälfte des Paars. Die Gefahr ist die Systematik: Gedächtnis wird zur übersichtlichen Architektur, die Konflikte um Opferkonkurrenz und Geschlecht zu schwach einträgt. Assmann hat später nachgelegt; 1999 bleibt der Grundriss.
Die Wirkung lag in der deutschsprachigen Kulturwissenschaft nach 2000, parallel zum Aufstieg der Erinnerungsforschung, den das Buch mitermöglicht hat. Die Kritik nannte das zu staatlich, zu westlich-kanonisch, zu wenig von anderen Opfern her. Wer nach diesem Band von Erinnerung spricht, als wäre sie Stimmung, hat die Räume übersprungen.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt das kulturelle Gedächtnis eine ägyptologische Formel. Aleida Assmann hat sie in die Moderne der Archive und Gedenkstätten übersetzt. Wer nach 1999 Identität an Vergangenheit bindet, ohne Speicher, Kanon und Raum zu unterscheiden, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
