Die Midaq-Gasse

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Nagib Mahfuz · 1947 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Die Midaq-Gasse
Autor(en): Nagib Mahfuz
Originaltitel: زقاق المدق
Originalsprache: arabisch
Erstveröffentlichung: 1947
Schlagwörter: Kairo, Gasse, Armut, Moderne
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Unionsverlag


Umfang dieser Ausgabe: 280 Seiten
ISBN: 9783293200586
Verweise


Die Midaq-Gasse (arabisch Zuqaq al-Midaqq) erschien 1947 in Kairo. Nagib Mahfuz erzählt eine Gasse in der Altstadt: der Cafébesitzer, die Schöne, die in die Stadt will, der Soldat, der Heilige, der Krieg, der die Gasse nicht verschont, indem er sie stehen lässt. Das Buch hat der Nahda und danach den Roman der Stadt gegeben, der die Kairoer Trilogie vorbereitet, ohne drei Bände zu brauchen. Ein Mahfuz.

Inhalt

Die Gasse ist die Welt. Mahfuz bindet Figuren an Läden und an Wünsche, die die Moderne weckt, ohne sie zu erfüllen: Hamida will heraus, Abbas liebt sie, der Kriegsreichtum kauft Körper. Gegen Husseins Bildungsweg setzt Mahfuz die, die nicht zur Universität gehen. Gegen al-Hakims Geist, der zurückkehrt, setzt er die Gasse, die bleibt. Gegen Qutb, der dieselbe Stadt als Jahiliyya lesen wird, setzt Mahfuz die Menschlichkeit der Laster, ohne sie zu heiligen. Der Nobelpreis 1988 hat ihn zum Weltnamen gemacht und die Gasse zur Botschaft Ägyptens; das Buch ist genauer als die Botschaft.

Die Trilogie – Zwischen den Palästen und die Folgebände – bleibt Nachbar, nicht zweiter Slot. Wer nur die Trilogie sucht, hat die Gasse nicht gelesen, in der das spätere Werk schon als Milieu da ist. Wer nur den Nobelpreis sucht, unterschlägt 1947, vor Nasser, vor dem Attentat, das Mahfuz 1994 traf, weil Islamisten denselben Kairo-Stoff als Blasphemie lasen. Die Grenzen liegen in der realistischen Breite, die westliche Leser als Weltliteratur der Armut nehmen können, ohne die Form zu sehen. Mahfuz hält die Gasse als Kosmos, nicht als Sozialreportage.

Said hat den Orientalismus als Blick des Westens gelesen; Mahfuz schreibt Kairo von innen, für arabische Leser zuerst. Hourani ordnet die Ideen; Mahfuz die Wohnungen. Das Buch bleibt der romanhafteste Einschnitt der Nahda-Nachwelt: nach der Erweckung die Gasse, in der die Erweckung nicht ankam.

Einordnung

Mahfuz hat der arabischen Moderne den Roman der Gasse hinterlassen. Neben Hussein, al-Hakim und Said steht dieser Band als die Behauptung, dass Kairo erzählt werden muss, bevor es gedeutet wird. Die Wirkung reicht in den Weltkanon und in den Streit, der ihn fast tötete. Wer nach 1947 Kairo sagt und Gasse meint, spricht Mahfuz. Die Trilogie liegt daneben; hier steht das eine Buch.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.