Betrachtungen über die Französische Revolution

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Edmund Burke · 1790 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Betrachtungen über die Französische Revolution
Autor(en): Edmund Burke
Originaltitel: Reflections on the Revolution in France
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1790
Schlagwörter: Tradition, Umsturz, Vorurteil, Erbe
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp
Serie: Theorie
Umfang dieser Ausgabe: 406 Seiten
ISBN: 9783936345414
Verweise


Betrachtungen über die Französische Revolution (englisch Reflections on the Revolution in France) ist die 1790 erschienene Streitschrift von Edmund Burke. Die Infobox folgt der Suhrkamp-Ausgabe von 1967 in der Übertragung Friedrich Gentz'; eine ISBN dieser Ausgabe ist nicht überliefert.

Inhalt

Burke schreibt gegen die Revolution, solange sie noch als Morgenröte gilt. Rechte, die man aus der Vernunft zieht und auf einen Schlag verordnet, zerstören das, was Jahrhunderte gebaut haben: Sitten, Bindungen, das Vorurteil, in dem die Erfahrung der Toten weiterlebt. Vorurteil ist bei ihm kein Schimpfwort. Es ist die Weisheit, die der Einzelne nicht selbst erwerben muss, weil die Gesellschaft sie schon hat.

Die französische Umwälzung erscheint als Anmaßung der Lebenden gegen die Toten und die Ungeborenen. Der Staat ist keine Aktiengesellschaft, die man kündigt; er ist eine Partnerschaft zwischen denen, die leben, denen, die tot sind, und denen, die geboren werden. Wer die ererbte Verfassung zerschlägt, bekommt nicht die Freiheit, sondern die Gewalt der Abstraktion – und danach den Mann, der die Gewalt bündelt.

Der Ton ist der des Briefes, der zur Anklage wird: rhetorisch, bilderreich, ohne System. Gentz hat ihn ins Deutsche der Gegenrevolution gebracht. Die Genauigkeit liegt nicht in der Schilderung der Vorgänge von 1789, sondern in der Probe, die das Buch an jeder Politik vollzieht, die von vorn beginnen will.

Einordnung

Das Buch ist die Gründungsschrift des modernen Konservatismus, gelesen von der Restauration bis in jede Debatte, die Reform gegen Umsturz setzt. Neben Thomas Hobbes' Leviathan und Montesquieus Vom Geist der Gesetze steht es als der dritte große Ordnungsentwurf vor der Demokratie, der einzige, der die Zeit selbst – Erbe, Gewohnheit, Vorsicht – zum Argument macht. Die Kritik nennt Burke den Anwalt der Privilegien. Er ist es auch. Wer ihn nur so liest, unterschlägt, dass er die amerikanische Loslösung verteidigt hatte und die irischen Katholiken: Nicht jede Änderung ist ihm Umsturz, nur die, die das Gewebe zerreißt.

Ideen

Revolution (wichtig) · Vorurteil (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.