The World Republic of Letters
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | The World Republic of Letters |
| Autor(en): | Pascale Casanova |
| Originaltitel: | La République mondiale des lettres |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1999 |
| Schlagwörter: | Weltliteratur, Paris, Prestige, Peripherie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Harvard University Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 440 Seiten |
| ISBN: | 9780674010215 |
| Verweise | |
The World Republic of Letters erschien 1999 als La République mondiale des lettres; die hier verzeichnete englische Ausgabe von 2004 ist der in Seminaren zirkulierende Text. Eine deutsche Buchausgabe fehlt. Pascale Casanova liest Weltliteratur als ungleichen Raum: Paris als unsichtbare Hauptstadt, in der literarischer Wert entsteht, nicht als Metapher des Geistes.
Inhalt
Casanova überträgt Pierre Bourdieus Feld und Fernand Braudels lange Dauer auf die Zirkulation von Texten. Sprachen, Verlage, Übersetzungen, Preise bilden ein System, in dem Peripherien um Anerkennung im Zentrum kämpfen – durch Nachahmung, durch formale Revolution, durch den Umweg über die Metropole. Goethe’s Weltliteratur wird zur Konkurrenz um das, was als modern gilt. Kafka, Joyce, Faulkner, die kleinen Literaturen: Fälle einer Geographie, in der Verspätung keine Natur ist, sondern Lage. Wer Casanova nur als Feindin der Nationalphilologien liest, unterschlägt, dass sie die Nation als Währung ernst nimmt. Wer nur Moretti kennt, unterschlägt die Hauptstadt.
Das Buch ist soziologisch, ohne die Romane zu verraten. Die Kritik nannte das zu pariszentrisch, zu sehr Bourdieu, eine Theorie, die New York und London zu spät eintreten lässt. Casanova hält an Paris als historischem Greenwich der Literatur fest, nicht als ewigem Thron. Die Gefahr ist das Modell: Jeder Erfolg wird Strategie, jedes Werk Einsatz im Feld. Der Band will genau das: den reinen Geist als Effekt von Macht lesbar machen, ohne den Text zu streichen.
Deutsche Seminare zitieren den französischen oder englischen Titel und sagen »Weltrepublik der Literatur«. Die fehlende Übersetzung hat die Rezeption verlangsamt und den Jargon nicht verhindert. Neben Distant Reading steht Casanova als die, die das Zentrum personell denkt, nicht als Datenkarte.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt Weltliteratur eine Goethe-Formel oder ein Markt. Casanova hat ihr die ungleiche Republik gegeben. Wer nach 1999 von Weltliteratur spricht, ohne Paris, Übersetzung und Verspätung, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
