Talal Asad (geb. 1932), in Medina geboren und in Pakistan aufgewachsen, hat die Säkularität als Machtformation gelesen, nicht als Neutralität. Formations of the Secular ist das Buch, das Religion und Moderne aus ihrer einfachen Entgegensetzung holt.
Leben
Anthropologie, Oxford, der Sudan, dann die Vereinigten Staaten, zuletzt am Graduate Center in New York. Sohn des Publizisten Muhammad Asad. Der Umweg über das Feld und die Kolonialverwaltung erklärt das Werk: Wer gesehen hat, wie Mission, Recht und Ethnologie denselben Schnitt ziehen, glaubt nicht mehr, der säkulare Staat stehe außerhalb der Religion. Asad schreibt langsam, gegen die Glätte.
Wirkung
Asad hat der Religionswissenschaft und der Anthropologie das Vokabular verschoben: Säkularität formt Körper, Schmerzen, das Sagbare; sie ist keine bloße Trennung von Kirche und Staat. Der Islam erscheint nicht als Verspätung der Reformation, sondern als andere Tradition der Disziplin. Seminare nach 2001 haben den Band zum Pflichttext gemacht.
Die Kritik nannte das zu Foucault, zu wenig Empirie. Wer Asad nur als Islamwissenschaftler liest, unterschlägt die Theorie des Säkularen. Wer nur Edward Said kennt, unterschlägt, dass hier der Westen nicht nur den Orient erfindet, sondern sich selbst als Vernunft setzt.
Werke
- Formations of the Secular (2003)
In Auswahl außerdem: Genealogies of Religion, On Suicide Bombing.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.