Autor:Michael Rothberg

1966
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Michael Rothberg (geb. 1966), in den Vereinigten Staaten geboren, hat Erinnerung gegen das Nullsummenspiel gelesen: Ein Gedächtnis muss das andere nicht verdrängen. Multidirektionale Erinnerung ist das Buch dieser Behauptung.

Leben

Vergleichende Literatur, Holocauststudien, postkoloniale Theorie, Lehre in Illinois, später in Los Angeles. Der Umweg über beide Archive erklärt das Werk: Wer Shoah und Kolonialverbrechen nicht in eine Rangliste zwingt, schreibt gegen eine Politik, die Opfer gegeneinander aufrechnet. Rothberg lehrt in Kalifornien. Die Beispiele bleiben literarisch und öffentlich zugleich.

Wirkung

Rothberg hat der Erinnerungsforschung ein Gegenmodell zu Konkurrenz und Verdrängung gegeben. Multidirektional heißt: Vergangenheiten leihen einander Figuren, oft unrein, oft produktiv. Die deutsche Debatte nach 2010 hat den Titel als Waffe und als Ausweg benutzt.

Die Kritik nennt das zu versöhnlich, zu wenig Israel, zu akademisch. Wer Rothberg nur als Gegner der Einzigkeitsrede liest, unterschlägt, dass er die Shoah nicht streicht. Wer nur Aleida Assmann kennt, unterschlägt den transatlantischen Schnitt.

Werke

In Auswahl außerdem: The Implicated Subject.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.